28.07.2016
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Aktuelles

Kulturerlebnis entlang der Bäche am Nordosthang der Ville

Das Tourenbuch mit Karte, ISBN 978-3-927765-58-0, ist für 9,90€ über die Geschäftsstelle des Vereins für Geschichte, Stommeln, Brunostraße 45, T.: 02238-15003,
über die Pulheimer Buchhandlung Moewes, Venloer Str., in der Bücherstube Brauweiler, Mathildenstraße und bei Kraft Rad-2-Rad-Markt, Industriestraße, Pulheim erhältlich.
Es beschreibt mit vielen Bildern und Kartenausschnitten die Strecke, den Erlebnispfad Pulheimer Bach, lohnende Abstecher und Tourvarianten – zusammen etwa 70 Kilometer, die auch abschnittsweise entdeckt werden können.
Start und Ziel ist der Bahnhof in Pulheim. Man kann aber auch von jeder anderen Stelle in die Tour einsteigen.

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Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Tief Elvira führte zu Hochwasser am Pulheimer Bach

Mit einem Pegelstand von 84,40 cm, 30.5.2016, 05 Uhr am „Online-Pegel-Bachmeisterei“ kündigte sich das Hochwasser an.
Normaler Pegelstand um diese Tageszeit zwischen 8 und 15 Zentimeter. Der Bodenfilter an der Bachmeisterei war stark eingestaut (Bild). Der enge Bachabschnitt unterhalb Martinstraße in Sinthern konnte die Wassermassen nicht halten. Der Bach überspülte den asphaltierten Fuß- und Radweg (Bild). Damit muss in Zukunft wohl weiter gerechnet werden. Die Feuerwehr sperrte den Weg. Der Bodenablauf des Schulhofes der GGS Sinthern/Geyen lief in Richtung Weg und Bach über. Die wassergebundene Decke im Bereich der Brücke kolkte an einigen Stellen aus. Dies wurde verstärkt durch Oberflächenwasser, welches vom Ascheplatz über die Böschung zum Bach abfloss. Der Bachverband nahm die ersten Reparaturen vor. Etwa um 15 Uhr begann der Pegel zu sinken. Um 17 Uhr stand er schon bei 33 Zentimeter. Am 31.5.2016, 05 Uhr, betrug der Pegelstand 26,30 Zentimeter – Tendenz weiter sinkend.
Der Reserveteich in der Großen Lache lief randvoll. Das Verbindungsrohr zum Versickerungsschlitz ist angesprungen. Der Lange Teich in der Kleinen Laache ist stark eingestaut.

Link zum Online-Pegel-Bachmeisterei

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Bodenfilter an der Bachmeisterei geflutet

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Sintern unterhalb Martinstraße


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Bienenschwarm kalt erwischt

Das war schon eine Überraschung: Direkt am Hauptspazierweg, entlang der Großen Laache, hatte sich ein großer Bienenschwarm in einem Holunderstrauch niedergelassen (Bilder). Schätzungsweise mehrere Tausend Tiere hatten sich auf den Weg gemacht einen neuen Staat zu gründen. Durch das Gewicht der Bienentraube bog sich der Holunderast so stark, dass die Bienen begannen auch einen benachbarten Ast in Beschlag zu nehmen. Vermutlich waren sie am Pfingstwochenende durch die Eisheiligen, mit einem Temperatursturz von über 10 Grad gezwungen, vorübergehend einen Zwischenstopp einzulegen und eine schützende Traube zu bilden, um sich gegenseitig zu wärmen. Kundschafterbienen nutzen diesen Zwischenstopp weiträumig auszuschwärmen, um ein geeignetes Quartier zu finden. Das sind in der Regel Baumhöhlen. Davon gibt es im Laubwald der Großen Laache genug.

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Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Wassermenge wird berechnet - Rhein-Energie-Pegel in Betrieb

Das Messnetz am Pulheimer Bach wurde durch zwei neue Pegel der Rhein-Energie-Köln ergänzt.
Ein Pegel hat in Höhe der Woltersmühle seinen Platz gefunden - der zweite Pegel vor der Pletschmühle.
Die Pegel sind mit der entsprechenden Elektronik ausgestattet und messen und speichen ständig die aktuellen Wasserstände (Bild).
Beide Pegel sind inzwischen in Betrieb. Zusammen mit zwei weiteren Pegeln, davon einer über die Homepage des Bachverbandes online,
tragen die Messergebnisse dazu bei die Bachwassermenge zu ermitteln, die in der Großen Laache versickert wird und
so das Grundwasserdargebot im Kölner Norden anreichert.
Link zum Online-Pegel

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Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Benjeshecken wirken

Vor fast sieben Jahren hatte der Bachverband damit begonnen, an verschieden Stellen im Verbandsgebiet, so auch rund um das Naturschutz- und Naherholungsgebiet Große Laache, Benjeshecken anzulegen. Diese lockeren Schüttungen von Sträuchern, Ästen, Zweigen, also Totholz, 1980 benannt nach seinem Erfinder Hermann Benjes, bilden ein eigenes Biotop. Heckenbrüter, Kleinsäuger und Insekten nutzen es, um im Schutz der Zweige Nester zu bauen oder Schutz zu suchen. Für Wild ist es kein wirkliches Hindernis. Durch Samenanflug kann sich sogar ein geschädigter Waldsaum wieder erholen. Das braucht aber Zeit. Wenn man möchte, kann die Benjeshecke auch die Funktion einer Besucherlenkung erfüllen. So konnten die Mitarbeiter des Bachverbandes zum Beispiel im Winter 2009 beobachtet werden, dass sich etwa in der Mitte der Großen Laache, aus Richtung Kieswerk, den Hang hinunter, zunehmend Trampelpfade gebildet hatten (Bild). Waldsaum und Waldboden wurden dabei zertreten, der Boden verdichtet. Die typische Bodenvegetation hatte keine Chance. Eine Benjeshecke, im gleichen Winter errichtet, brachte Abhilfe (Bild). Die negative Entwicklung wurde zunächst gestoppt. Ganz langsam erholte sich der Waldboden. Die Vegetation kehrte zurück (Bild). Bis sich aber wieder der Waldmeister ansiedelt, ein typischer Bodendecker in Laubwäldern, der lockeren Boden liebt, wird es noch Jahre dauern. Deshalb ist es wichtig, in diesem wertvollen Naturschutzgebiet auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben.

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Trampelpfade zerstören Waldsaum und Waldboden, Winter 2009.

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Benjeshecke schafft Abhilfe.

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Der Waldboden erholt sich, Frühjahr 2016.


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Natürliche Reinigungsleistung wird untersucht

Der Pulheimer Bach mündet in ein Refugium von kleinen und großen Teichen und am Ende in einen wechselfeuchten Ausee mit unglaublicher Artenvielfalt. Teiche und Ausee sind deshalb der besonders schützenswerte „innere Bereich“, im rund zehn Hektar großen Naturschutzgebiet Große Laache, ein 18.000 Jahre alter, einzigartiger Rheinarm in der Region. Sie verbessern noch einmal die ohnehin schon durch die renaturierten Bachabschnitte erreichte „gute“ Wasserqualität, bevor das Bachwasser durch Versickerung gezielt das knappe Grundwasserdargebot im Kölner Norden anreichert. Nach einer Fließzeit von rund 10 Jahren, durch den kiesigen Untergrund, erreicht das Bachwasser die Brunnengalerien des etwa 5 Kilometer entfernt liegenden Wasserwerkes Köln-Weiler. Dort wird es gehoben und zu kostbarem Trinkwasser aufbereitet - auch für Pulheim (!). Deshalb lohnt beinahe jeder Aufwand die Bachwasserqualität stetig zu verbessern. In Kooperation mit dem Betreiber des Wasserwerkes, der Rhein-Energie-Köln, wird die natürliche Reinigungsleistung, seit einigen Monaten, durch ein Messprogramm begleitet. Hierzu werden am „inneren Wehr“, am Eingang zum Naturschutzgebiet, regelmäßig Wasserproben genommen (Bild). Sie werden mit Wasserproben verglichen, die ein Kilometer weiter, am Ende der Teichkette, an einer speziell gestalteten Überlaufschwelle, vor der Versickerung gewonnen werden (Bild). Damit dies zügig und regelmäßig möglich ist, wurde in die rund um das Naturschutzgebiet angelegte Benjeshecke, die wesentlich und dauerhaft zur Erholung und Entwicklung von Flora und Fauna beiträgt, eine Lücke gelassen. Leider zeigte bald ein Trampelpfad, dass diese Lücke verstärkt auch von Unbefugten genutzt wurde. Um das abzustellen musste, in Abstimmung mit den Behörden, der unbefugte Zugang durch ein kleines Törchen beendet werden. Eine Info-Tafel erläutert deshalb Spaziergängern und Wanderern den Zusammenhang zwischen Naturschutz, Bachwasser und Trinkwassergewinnung (Bild). Erste Messergebnisse werden in einigen Monaten erwartet.
Geführte Rundgänge mit Erläuterungen sind möglich:
Anmeldung beim Bachverband - Tel.: 02238-50794 (montags v. 10-12 Uhr).

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Die Überlaufschwelle des inneren Wehrs steuert das kristallklare Bachwasser für Teichkette und Ausee.

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Törchen und Infotafel in der Benjeshecke zur Wasserprobenentnahmestelle.

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Am Ende der Teichkette, die speziell gestaltete Überlaufschwelle.


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Infotafel Teichkette

Der Pulheimer Bach mündet in einer Kette von 11 kleinen und großen Teichen in der Großen Laache.
Durch natürliche Klärung wird in den Teichen die schon gute Bachwasserqualität weiter verbessert.
Am Ende der Teichkette, im besonders geschützten inneren Bereich der Großen Laache, wird das Bachwasser über einen „Versickerungsgraben“ komplett versickert.
Es reichert damit das Grundwasserdargebot im Kölner Norden an. Nach einer Fließzeit von rund 10 Jahren
durch den kiesigen Untergrund erreicht es auch die Brunnengalerien des Wasserwerkes Köln-Weiler.
Dort wird es zu Trinkwasser aufbereitet und auch nach Pulheim geliefert.
Wanderer und Spaziergänger können sich über diese neue Infotafel informieren. Sie wurde am Hauptweg, am „Zugangstörchen“, hinter der Ruhe-Bank montiert.
Der innere Bereich der Großen Laache ist durch Benjeshecken aus Sträuchern und Astwerk besonders geschützt.
Geführte Rundgänge mit Erläuterungen sind möglich:
Anmeldung beim Bachverband -Tel.: 02238-50794 (Mo.-Fr. v. 10-12 Uhr).

Download der Infotafel als PDF



Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Vorarbeiten Entschlammung Vorteich Große Laache begonnen

Auf der Feldseite des Vorteichs zur Großen Laache haben die Erdarbeiten zur Anlegung eines etwa 3 Meter breiten Unterhaltungsweges begonnen (Bild).
Dieser Unterhaltungsweg, in Schotterrasen ausgeführt, soll die regelmäßige Entschlammung des Vorteichs ermöglichen, ohne dass der neue Hauptspazierweg tangiert wird.
Neben dem neuen Unterhaltungsweg wird ergänzend ein schmales „Umleitungsgerinne“ angelegt. Über dies Umleitungsgerinne, eigentlich ein kleiner Graben, soll das Bachwasser umgeleitet werden, wenn ab dem Winter 2016/2017, in kleinen Losen und abschnittsweise entschlammt wird. Ergänzend wird ein kleines Stauwehr errichtet und das undichte Überlaufbauwerk mit Tauchwand erneuert.
Der Bachverband führt die Arbeiten in Eigenleistung durch. Alle Arbeiten werden so behutsam wie möglich erledigt, um den Eingriff in die Natur möglichst gering zu halten.
Einige Bruchweiden mussten im Vorfeld entfernt werden, weil sie in der zukünftigen Wegtrasse standen. Als Ausgleich hat der Bachverband bereits Kopfweiden, Schwarzerlen und Sträucher angepflanzt.

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Hochwasserschutz – Messeinrichtungen

01 Abflusspegel


Oberlauf
Pegel 1: Pulheim-Sinthern, Dammstraße, Bachabschnitt Woltersmühle (Rhein-Energie, Köln); in Betrieb seit Ende 2015

Mittellauf
Pegel 2: Pulheim-Geyen, In der Bachaue, Bachabschnitt Bachmeisterei; in Betrieb Frühjahr 2016. Die Pegeldaten werden ab Frühjahr 2016 über die Homepage des Verbandes online gestellt.

Mittellauf
Pegel 3: Pulheim, Im Büngertchen, Bachabschnitt vor der Brücke Kantstraße (LANUV-NRW, Bonn); seit etwa 1996 in Betrieb.

Unterlauf
Pegel 4: Pulheim, Bachabschnitt vor dem Aufteilungsbauwerk Pletschmühle (Rhein-Energie, Köln); seit Ende 2015 in Betrieb.

Pegel 5: Große Laache, km 0,0. Dieser Pegel dient den Besuchern als Orientierung. Es werden 3 Bereiche angezeigt: Normal (grün), hoch (orange) und niedrig (orange). Bei Wasserstand „grün“ liegt die Wassertiefe im Pegelbereich bei ca. 80 Zentimeter.

02 Regenwasser-Messstellen

Mittellauf
a) Pulheim-Geyen, In der Bachaue, Bachabschnitt Bachmeisterei – LANUV Bonn; in Betrieb seit ca. 2006.
b) dto. – Globe-Wetterstation; in Betrieb seit Mitte 2014 – 10-münige Auflösung. Es werden alle Wetterdaten, z.B. Wind, Niederschläge und Bodenfeuchte gemessen und online durch die UNI-Köln, Geographisches Institut ausgewertet.

03 Grundwasser-Messstelle

Mittellauf
Pulheim-Geyen, In der Bachaue, Bachabschnitt Bachmeisterei – Rhein-Energie; in Betrieb seit Juli 2007.




Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Rundbogen am Pulheimer Bach

In wenigen Tagen wird der osmotische Druck, der über die Wurzeln aufgenommenen Nährflüssigkeit so stark sein,
dass die ersten Knospen sprießen. Das gilt für alle Pflanzen, die in der Vorfrühlingssonne vor dem Austreiben stehen.
Eine Bruchweide, eigentlich als Sitzwarte für den Eisvogel gedacht, um im Bach erfolgreich Fische zu fangen, hat sich über die Jahre zu einer
regelrechten Skulptur entwickelt. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass daraus mal ein lebendiger Rundbogen wird.
Die Mitarbeiter des Bachverbandes sind sich deshalb sicher, dass die knorrige Weide schon in diesem Jahr das andere Ufer berühren wird.

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Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Frühlingsvorbote Grüne Nieswurz blüht in der Großen Laache

Ein floristisches Highlight kann das geübte Auge derzeit in der Großen Laache bewundern: Etwa 2-3 Wochen zu früh blüht aktuell in der Großen Laache, versteckt zwischen den noch kahlen Stämmen und Baumkronen des wertvollen Laubwaldes, die Grüne Nieswurz (Helleborus viridis). Sie ist eine Rote-Liste Art der Stufe 3 (gefährdet) und im Rhein-Erft-Kreis sehr selten. Sie scheint im Hangbereich der Großen Laache ideale Bedingungen zu haben, denn sie bevorzugt tiefgründige, humusreiche, kalkhaltige Böden in Wäldern und Gebüschen. Die Grüne Nieswurz ist giftig und wurde früher als Heilpflanze kultiviert. Aus dem getrockneten Wurzelstock wurde ein Niespulver gewonnen, daher auch ihr deutscher Name.
Sie ist mit der „Christrose“ (Helleborus niger) verwandt – ihre Blüte ist allerdings leicht rosa gefärbt. Es gibt auch anderes Zuchtformen. Am Naturstandort, dem Naturschutzgebiet Große Laache, ist sie besonders geschützt.

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Pulheim:
Vorbereitungen zur Entschlammung Vorteich Große Laache

Unter Ausnutzung der wenigen Frosttage, Januar 2016, konnten die Vorbereitungen für das Projekt abgeschlossen werden.
Einige Bruchweiden mussten entfernt werden, da sie in der zukünftigen Trasse des Unterhaltungsweges standen.
Bei anderen Bruchweiden reichte das Aufasten, so dass der zukünftige Uferrandstreifen für die Anlegung von Unterhaltungsweg und Umleitungsgerinne frei sind (Bild).

Aktuell wird die Wetterlage für die ersten Schritte der Aufforstung genutzt:
Mehrjährige Sträucher wurden im Bereich der Böschung, gegenüber Pletschmühle umgepflanzt.
Ein weiterer Teil der Sträucher wird vom Feldrand an die Bachböschung versetzt.
Dazwischen werden Steckhölzer gesetzt (Durchmesser ca. 15 cm), um daraus Kopfweiden zu entwickeln. Die Steckhölzer wachsen schnell an und treiben neue Äste aus,
die einen ersten „Weiden-Kopf“ bilden. So wird schon im Sommer 2016 ein sichtbarer und standortgerechter Ersatz geschaffen, der das Landschaftsbild prägt.
Verbleibende Lücken werden mit Schwarzerlen geschlossen.

In den nächsten Wochen beginnen die Erdarbeiten.

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Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Überschwemmungsgebiet – Ersatzgeldregelung beschlossen

Beim 100-jährlichen Regenereignis tritt der Pulheimer Bach vor der Verrohrung in Pulheim, Widdersdorfer Straße, über die Ufer, so seinerzeit die Gutachter.
Dabei würde das Hochwasser großflächig in die City fließen. Neue Bauvorhaben würden zur Verdrängung von Wassermengen führen und so zur Belastung anderer Flächen führen oder den Hochwasserstand weiter erhöhen. Beispielrechnung: Ein Neubau mit 100 Quadratmeter Grundfläche, im Überflutungsbereich mit einer Wassertiefe von 50 Zentimetern, würde insgesamt 50 Kubikmeter Hochwasser verdrängen. Eine Baugenehmigung wäre nur nach Befreiung, nach Landeswassergesetz NRW, durch die Untere Wasserbehörde Rhein-Erft-Kreis möglich. Voraussetzung dafür ist, dass an anderer Stelle zeitnah zusätzlicher Hochwasserschutz realisiert wird, um die verdrängte Wassermenge aufzufangen. Dies ist am Pulheimer Bach, im so genannten „Gleisdreieck“ möglich. Die Fläche steht inzwischen im Eigentum der Stadt Pulheim. Die Fläche wird eingegrenzt vom Elchweg, der DB-Bahnlinie und der Betriebsbahn; im Bild links von der Betriebsbahn zu sehen. Hier soll kurzfristig ein naturnahes Hochwasserrückhaltebecken (HRB) mit rund 5.000 Kubikmeter Rückhaltevolumen realisiert werden. An den Kosten sind die Bauherren zu beteiligen, deren Bauvorhaben im Überschwemmungsgebiet Pulheim-City liegen. Nach behördeninterner Abstimmung liegt nun die Lösung vor. Sie wurde einstimmig von der Verbandsversammlung des Unterhaltungsverbandes Pulheimer Bach beschlossen:
Danach wurde das Ersatzgeld mit 50 Euro je Kubikmeter verdrängter Wassermenge festgelegt. Das Geld wird vom Rhein-Erft-Kreis eingenommen und für die Hochwasserschutzmaßnahme „Gleisdreieck“ dem Bachverband zur Verfügung gestellt. Nach der Beispielrechnung insgesamt 2.500,- Euro Ersatzgeld. Dieser Betrag würde zur Mitfinanzierung des zusätzlichen Hochwasserschutzes eingesetzt. Nach bisheriger Planung ist mit dem Bau des HRB „Gleisdreieck“ in der ersten Hälfte 2016 zu rechnen.

Der Verbandsvorsteher
Horst Engel

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Pulheim/Bergheim/Rhein-Erft-Kreis:
Bachverband - Horst Engel und Helmut Paul wiedergewählt

In der Verbandsversammlung vom 16. November 2015 stand die Wahl des Verbandsvorstehers und des stellvertretenden Verbandsvorstehers auf der Tagesordnung.
Ihre Wahlzeit läuft aus, so dass eine Neuwahl anstand. Traditionsgemäß stellt die Stadt Pulheim den Verbandsvorsteher und die Stadt Bergheim den stellvertretenden Verbandsvorsteher.

Die Wahl leitet stets der „Alterspräsident“, erneut Herr Stephan Decker, langjähriges Mitglied der Verbandsversammlung.
Für beide Wahlen waren getrennte Wahlgänge vorgesehen. Herr Decker schlug Horst Engel zur Wiederwahl vor. Horst Engel wurde einstimmig zum Verbandsvorsteher gewählt.
Herr Decker schlug Helmut Paul zum stellvertretenden Verbandsvorsteher vor. Helmut Paul wurde einstimmig zum stellvertretenden Verbandsvorsteher gewählt.
Dem Vorstand gehören weiter an: Verbandsingenieur, Dipl. Ing. Horst Daniel und Bankfachwirtin Annika Köhn als Verbandsgeschäftsführerin. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Fünf hauptamtliche Mitarbeiter decken die praktische Arbeit ab.

Der Bachverband wurde 1964 gegründet. Horst Engel wurde erstmals am 15. Juni 1992 zum Verbandsvorsteher gewählt.
Hochwasserschutz und Gewässerrenaturierung zählen zu den Hauptaufgaben des Verbandes. Insgesamt werden alle Gewässer zweiter Ordnung im Stadtgebiet Bergheim und im Stadtgebiet Pulheim, knapp 100 Kilometer Gesamtlänge unterhalten. Seit 2008 besteht ein Kooperations- und Patenschaftsabkommen mit der Universität zu Köln, Geographisches Institut. Viele Kindergärten und Schulen nutzen die außerschulischen Lernorte am Bach und haben sich zur „Pädagogischen Achse der Anrainerschulen“ zusammengeschlossen. Die Universität zu Köln, Mathematisch- Naturwissenschaftliche Fakultät, hat 2014 auf dem Gelände der Bachmeisterei, ein Lernlabor errichtet. „Eine Auszeichnung für die Verbandsarbeit“, so Horst Engel.

Der Verbandsvorsteher
Horst Engel


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Pulheim-Geyen/Rhein-Erft-Kreis:
Sportpark in „Geyener Bacharena“ getauft

Der Pulheimer Bach fließt in Geyen mitten durch die dortigen Sportanlagen. Der schöne Rasenplatz befindet sich auf der Fläche des ehemaligen Mühlenteichs der Geyener Wassermühle. Ein Mühlenstandort der bis ins hohe Mittelalter zurückgeht (962 Jh. – um 1950 Jh.). Die oberschlächtige Wassermühle wurde vom Pulheimer Bach angetrieben und war zur Vereinsgründung des SC Germania 1932 e.V. noch in Betrieb.

Inspiriert vom renaturierten Bach hatte sich der Verein, nach der Renaturierung, entschlossen seine Sportanlage in „Geyener Bacharena“ zu taufen (Bild).
Vorsitzender Patrick Gartmann: „Schnell wurde uns klar, dass unsere Anlage, mit Hausanschrift „Mühlengrund“, keinen anderen Namen als „Geyener Bacharena“ tragen darf. Auch als Traditionsverein fühlen wir uns als kleiner Teil dieser Geschichte und möchten das mit der Namensgebung unterstreichen.“
Den Bachverband freut es. „Die Renaturierung wird von den Bürgerinnen und Bürgern als Gewinn für ihren Ort wahrgenommen“, so Verbandsvorsteher Horst Engel.

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Medienmitteilung:

Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Wasserflöhe und Co
Bachauen und Pulheimer Laache ideale Lernorte für Schülerprojekte


Mehr als 30 Schülerinnen und Schüler der Marion-Dönhoff-Realschule in Pulheim waren konzentriert damit beschäftigt, in der Bachaue zwischen Geyen und Pulheim und in der Großen Laache, Wasserflöhe, kleinere Fische, verschiedene Larven und diverse Pflanzen zu sammeln und zu bestimmen. Immer wieder werden an diesen außerschulischen Lernorten Projekte, wie beispielsweise im Rahmen des 50-jährigen Schuljubiläums an der Marion-Dönhoff-Realschule, durchgeführt. Die letzte Gruppe untersuchte anhand der Proben Lebensbedingungen und Wasserqualität (Bild).
Erstmals wurde bei diesen Arbeiten die Ausstattung des im April eingeweihten Lernlabors der Universität Köln genutzt. Besonders beliebt waren bei den Schülern die Unterwasserschaugeräte. Das Ergebnis des letzten Projekts war eindeutig. Biologie-Lehrerin Elke Neukirchen und ihr Kollege Markus Daschkeit: „Die Wasserqualität und damit der Lebensraum für Kleinlebewesen haben sich deutlich verbessert.“ Dieser Erfahrungsbericht wurde direkt im neuen Bachauen-Buch an der Großen Laache hinterlegt.

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Pulheim/Glessen/Rhein-Erft-Kreis:
Jakobskreuzkraut mit Jakobskrautbär in Schach halten

Das giftige Jakobskreuzkraut breitet sich aus – so Medienberichte. Auch in der renaturierten Bachaue, gegenüber der Kläranlage in Glessen, ist das ein Problem. Den Mitarbeitern des Bachverbandes ist beim Herausreißen allerdings aufgefallen, dass vergleichsweise wenige der schwarz-gelb gebänderten und sehr gefräßigen Raupen des Jakobskrautbär-Falters zu beobachten waren. Anders im Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Bendacker, Pulheim, Elchweg. Das HRB wurde vor 15 Jahren naturnah errichtet. Es scheint sich ein Gleichgewicht eingestellt zu haben. Die Bachaue in Glessen ist dagegen noch ziemlich neu. Möglicherweise eine Erklärung für die vergleichsweise geringere Anzahl von Raupen. So lag es nahe, einige der gefräßigen Raupen aus Pulheim, zur Unterstützung ihrer Artgenossen in Glessen, behutsam umzusiedeln (3 Bilder).
Der Bachverband geht davon aus, dass sich dort das Gleichgewicht nun früher einstellen wird.

Links:
www.bauernverbandsh.de
http://www.shz.de

Beste Grüße
Der Verbandsvorsteher
Horst Engel

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Pulheim/Bergheim/Rhein-Erft-Kreis:
Kampf gegen invasive Pflanzenarten erfolgreich

Spaziergänger und Wanderer sorgen sich, so ein Eintrag in das Bachauenbuch Große Laache, dass sich der Bärenklau ausbreitet und angeblich nichts dagegen getan wird.
Der Bachverband möchte hier Entwarnung geben: Der etwa kniehohe Bärenklau (Heracleum), eine kleine Allerweltstaude, ist zwar giftig, darf aber nicht verwechselt werden mit dem aus dem Kaukasus eingewanderten, gefährlichen Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum). Der Umgang mit dem Riesen-Bärenklau verlangt Ganzkörperschutz, weil Berührungen mit der ungeschützten Haut, in Verbindung mit Sonnenlicht, zu schmerzhaften Quaddeln führen. Der Bachverband achtet darauf, dass sich kein Riesen-Bärenklau ansiedelt. Vorhandene Stauden, die bis zu 4 Meter groß werden können, wurden zu Beginn der ersten Bachrenaturierungsprojekte restlos entfernt.

Anders das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulfera), aus dem Himalaya eingewandert: Ihre vielen violetten Blüten (Bild) lassen nichts Böses ahnen: Aber, sie kann ihre Samen zwei bis drei Meter weit schleudern und sich dadurch Jahr für Jahr ungebremst ausbreiten. So kann sie sogar Böschungen und Hänge hinaufklettern. Sie vernichtet dabei wertvolle, heimische Arten und bevölkert inzwischen ganze Landstriche. Der Bachverband hat hier, in Zusammenarbeit mit den „Grünen Klassenzimmern“, der „Pädagogischen Achse der Anrainerschulen“, ein besonderes Konzept entwickelt. Die Pflanze, etwa einen Meter groß, wurzelt flach (Bild). Mit einem kleinen Ruck kann sie leicht aus dem Boden herausgerissen werden. Einer besonderen Entsorgung bedarf es nicht. Legt man sie nun einfach hoch auf einen Strauch, vertrocknet sie. Die Ausbreitung wird verhindert.

Eine dritte, sehr invasive Pflanze, der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) macht den Mitarbeitern des Bachverbandes nach wie vor Arbeit. Besonders am Bach kann sie sich leicht verbreiten, wenn Pflanzenteile, Blätter, Zweige und Äste vom Wasser abgetrieben werden. Landen diese Pflanzenteile an, bilden sie Wurzeln und die Verbreitung schreitet voran. Dabei wächst die Pflanze sehr schnell, bis zu zehn Zentimeter am Tag. Sie wird dabei bis zu 4 Meter hoch, bildet ein dichtes Blätterdach und verdrängt alle anderen, heimischen Arten. Ihr Vormarsch ist ungebrochen. Auch an Autobahnen kann man sie häufig sehen. Im Verbandsgebiet hat der Bachverband die Ausbreitung inzwischen auf wenige Standorte eindämmen können. Die Mitarbeiter hoffen, dass in etwa zwei bis drei Jahren auch diese Restbestände am Bach nachhaltig entfernt sind.

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Tag der offenen Tür der FHM Pulheim

Am Tag der offenen Tür der FHM Pulheim, 18. Juli 2015, präsentiert der Unterhaltungsverband Pulheimer Bach eine Wanderausstellung zum Wassererlebnispfad Pulheimer Bach, einem Leuchtturmprojekt von RegioGrün in der Regionale2010. Besucherinformationen und Besucherlenkung entlang des am 25. Mai 2012 eingeweihten Pfades mit seinen 30 Erzählstationen, 3 Ankerpunkten und zahlreichen weiteren Informationsträgern rücken den Bach mehr und mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung. Die Renaturierung des Baches über zwei Jahrzehnte machte Wasser wieder wahrnehm- und damit erlebbar und so zum „Grünen Klassenzimmer“ für verschiedene Unterrichtsformen vom Kindergarten bis zur Hochschule. Acht Anrainerschulen übernahmen Patenschaften, das Geographische Institut der Universität erstellte im Rahmen seiner Gesamtpatenschaft einen Forschungs- und Lerncontainer am Bach. Der Pulheimer Bach wird so erkennbar als eine breit angelegte, sehr erfolgreiche Symbiose von Renaturierung („Natur aus zweiter Hand“) und Umweltbildung („außerschulischer Lernort“).

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Servicewagen des Unterhaltungsverbandes Pulheimer Bach am 17. April 2015, dem Tag der Einweihung des „Unicontainers“



Pulheim/Glessen/Rhein-Erft-Kreis:
Kalksinter werden untersucht

Zwei Nebengewässer des Pulheimer Baches, der Abtsmühlenbach und der Keuschenbroichbach, zwischen Pulheim und Glessen, werden im Rahmen einer Bachelorarbeit am Geographischen Institut der Universität zu Köln untersucht.
Siehe auch www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de.

Zur Vorbereitung des Projektes hatten sich Universitätsprofessor Dr. Olaf Bubenzer (im Bild rechts), Privatdozent Dr. Reinhard Zeese, Akademischer Direktor i.R. (im Bild links), und die Geographiestudentin Christina Jakobs (Bildmitte), zu einem Vorgespräch am Pulheimer Bach getroffen. Christina Jacobs wird den Kalkgehalt im Wasser und die Kalksinter untersuchen. Ergänzend wird sie auch kalkhaltige Lößproben entnehmen, sowie Bachsedimente. Hinzu kommen weitere Wassermessungen, an verschiedenen Stellen und zu unterschiedlichen Zeiten: Während einer Trockenphase und nach stärkerem Regen. Die Wassermessungen beziehen sich auf Temperatur, pH-Wert und Leitfähigkeit. Die beiden Kalksinter sind einzigartig in der hiesigen Region. Sie stoßen bei Wanderern und Spaziergängern auf großes Interesse.

Die Kalksinter-Bilder zeigen die typischen, schuppigen Strukturen, die bei der Sinterbildung entstehen. Sogar kleine Höhlen werden ausgebildet. Der Bewuchs mit Algen und Moosen fasziniert. Kleine, schützenswerte Biotope.

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Bergheim-Glessen/Pulheim
Rhein-Erft-Kreis:
Neue Erzählstation am Abtsmühlenbach

Der rund 10 km lange und beliebte Erlebnispfad Pulheimer Bach, mit 30 Erzählstationen, 3 Ankerpunkten und einer Beobachtungskanzel in der Großen Laache, wurde jetzt, am südlichen Ortsrand von Glessen, von den Mitarbeitern des Bachverbandes, um eine weitere Erzählstation, am Abtsmühlenbach, ein Nebengewässer des Pulheimer Baches erweitert

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Diese Erzählstation erläutert, mit einem von Dr. Reinhard Zeese (Brühl) verfassten Text und Bildern, für Wanderer und Spaziergänger, dass der ganzjährig etwa 10 Grad Celsius kalte Abtsmühlenbach, aus seinem Quellgebiet, durch Kohlensäure gelösten Kalk (Calziumhydrogencarbonat) an die Oberfläche transportiert. Durch Erwärmung, Verdunstung und Photosynthese wird Kohlendioxyd abgegeben und der Kalk wieder ausgefällt. Dabei entsteht Kalksinter, der mit seinen feinen Strukturen Pflanzenreste umkleidet, sehr holraumreich ist und durch Verwirbelung kleine Überlaufbänke bildet, die wie Miniterrassen mit kleinen Seen aussehen.

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Im Großraum Köln einzigartig und nur an den Nebengewässern des Pulheimer Baches zu finden.

Internet: www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de


Unterhaltungsverband Pulheimer Bach -
Universität zu Köln, Geographisches Institut


01. Juni 2015
Pressemitteilung

Pulheim/Bergheim/Rhein-Erft-Kreis:
Studie zur Bewertung der Renaturierung des Pulheimer Bachs

Am Pulheimer Bach in Bergheim-Glessen, Pulheim-Sinthern und -Geyen führen Studierende der Universität zu Köln unter Anleitung von Professor Boris Braun eine groß angelegte Befragung zu Themen des Naturschutzes und der Renaturierung von Gewässern durch. Die Renaturierung der Pulheimer Bachs und der Wassererlebnispfad sind herausragende Beispiele dafür, wie Natur auch in einem dicht besiedelten Bereich wieder entstehen und für die Menschen erfahrbar werden kann.

Die Befragung der Studierenden dauert von Fronleichnam bis Mitte Oktober. Die Studie, die in enger Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Pulheimer Bach erfolgt, soll den Studierenden methodische Kenntnisse vermitteln, insbesondere aber in Erfahrung bringen, wie die Bevölkerung die durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen bewertet und zu Erholungszwecken nutzt. Auch soll herausgefunden werden, was noch verbessert werden kann bzw. wo der Schuh noch drückt. Da auch in anderen Gebieten Nordrhein-Westfalens ganz ähnliche Befragungen laufen, können die Ergebnisse mit anderen Renaturierungsmaßnahmen im Lande verglichen werden.
Die beteiligten Dozenten der Universität zu Köln und der Unterhaltungsverband Pulheimer Bach würden sich sehr freuen, wenn sich Bürgerinnen und Bürger bei einem ihrer nächsten Besuche am Bach 10 bis 15 Minuten Zeit nehmen würden, um die Fragen der Studierenden zu beantworten. Die Studierenden werden Passanten, Spaziergänger und Wanderer nach einem Zufallssystem auswählen und ansprechen. Die Datenauswertung erfolgt streng anonymisiert und dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken.

Der Verbandsvorsteher
Horst Engel
www.bachverband.de
www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de

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Vorbemerkung:
Die Befragung wird mit Tablet-Computern und einem entsprechenden Online-Fragebogen durchgeführt.
Die Befragung startet am Donnerstag, den 4.6. und wird dann bis 13.9. durchgeführt. Nicht an jedem, aber an relativ vielen Tagen werden die Studierenden vor Ort sein.

Die Befragungsstandorte sind in der angehängten Karte eingetragen. Eine weitere Karte zeigt die Urdenbacher Kämpe, ein alter Rheinbogen, zwischen Düsseldorf und Monheim. Hier wird eine weitere Befragung als durchgeführt, so dass ein Vergleich der Ergebnisse möglich wird.


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Download der Karten als PDF



Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Bachauenbuch Große Laache

Rechtzeitig vor Pfingsten hat der Unterhaltungsverband Pulheimer Bach, im Eingangsbereich zur Großen Laache, direkt neben der großen Informationstafel, ein „Bachauenbuch“ ausgelegt.

Im Design der Stelen der über 30 Erzählstationen am Pulheimer Bach (Bild) wurde ein kleines, wetterfestes Kästchen angefertigt. Klappt man den Deckel hoch findet man ein Schreibheft und einen Stift, um seine Naturbeobachtungen zu notieren. Diese Notizen sollen wertvolle Hinweise für Spaziergänger, Wanderer und Naturfreunde geben. Eine schlichte Form der Kommunikation, um über das Schätzen der Natur verstärkt zum Schützen zu kommen.

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Erste Eintragung vom 21.5.2015:
„Naturwunder in Pulheim – wunderbare Ruhe“.


Köln/Pulheim/Naturpark-Rheinland:
KGS-Mainzer Straße aus Köln am Pulheimer Bach

Die OGS KGS-Mainzer Straße, Köln, Südstadt, hatte schnell zugegriffen und sich im Rahmen der Naturpark-Aktion „100 Klassenziele“ erfolgreich um eine Führung am Pulheimer Bach beworben.
Obwohl der Sonnenschein fehlte, blieb fast kein Auge trocken, so viel Spaß hatten Kinder und Lehrerinnen (Bild). Nachdem Ihnen von Verbandsvorsteher Horst Engel gezeigt wurde, dass man unter bestimmten Steinen kleinste Wassertiere finden kann, die auf die Gewässergüte schließen lassen, machte man sich auf die Suche. Die kleinen Forscher hatten schnell herausgefunden, dass sich besonders unter Steinen mit einer grünen Algenschicht, Steine, die also lange nicht bewegt wurden, Flohkrebse, Köcherfliegenlarven, Bachstrudelwürmer und Blutegel finden ließen.

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Link: www.vaihingen.de/sixcms/media.php/42/Bruennelesb_Schild.pdf

Einweihung „Pulheimer Bach –
Lernstandort der Universität zu Köln“

Freitag, 17. April 2015, 11 Uhr,
Bachmeisterei, In der Bachaue*, 50259 Pulheim
Gedachter Verlauf


Eintreffen der Gäste bis 11 Uhr

Prof. Boris Braun, UNI Köln und Verbandsvorsteher Horst Engel moderieren


11.00 Uhr Begrüßung der Gäste (Prof. Braun, Horst Engel)

11.10 Uhr Univ.-Prof. Dr. André Bresges, Universität zu Köln, Studiendekan der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät

11.25 Uhr Bernhard Ripp, Vizelandrat Rhein-Erft-Kreis

11.30 Uhr Elisabeth Hülsewig, Vizebürgermeisterin der Kreisstadt Bergheim

11.45 Uhr Frank Keppeler, Bürgermeister der Stadt Pulheim

12.00 Uhr Herr Andreas Niessen, Leiter Geschwister-Scholl-Gymnasium, spricht für die „Pädagogische Achse der Anrainerschulen“

12.10 Uhr Stephan Langer, UNI Köln, Geographisches Institut, erläutert das Projekt

Anschließend durchschneiden die Redner, unterstützt durch das Grüne Klassenzimmer der GGS Geyen/Sinthern, das rote Band vor dem Lernlabor.

Etwa gegen 12.30 Uhr Ende des offiziellen Teils. Get-together. Gelegenheit zur Besichtigung und ersten Tests der Ausstattung am Bach.

Gäste siehe Gästeliste.

Ca. 45 Parkplätze auf dem Gelände – bitte Einweiser beachten.

*) mögliche Navi-Eingabe: Pulheim, Manstedtener Straße – der Abzweig „In der Bachaue“ ist gut ausgeschildert.

Website: www.lernstandort-puba.uni-koeln.de


Pulheim-Sinthern:
Osterferien am Pulheimer Bach

Wiederholt hat der Kindergarten „Kinder Kinder“ aus Sinthern eine Osterfreizeit am Pulheimer Bach verbracht.
In diesem Jahr war es oft bitter kalt. Aber in der zweiten Ferienwoche stiegen die Temperaturen, so dass die Kinder gespannt nach den ersten Stichlingen Ausschau halten konnten.

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Natürlich gehört dazu eine „Angelrute“ aus Weidenholz dazu.


Bergheim-Glessen/Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Neue Bänke am Pulheimer Bach

Für Bänke am Pulheimer Bach verwendet der Bachverband stets Materialien aus der Natur – vorzugsweise rohe Baumstämme aus Eiche. Zentnerschwer werden sie mit Lastkraftwagen herangefahren und mittels Bagger an Ort und Stelle so ausgelegt, dass ein schöner Blick in die jeweilige Bachaue möglich wird. Zwei Arbeitsgänge sind für eine flache Sitzfläche nötig: Mit einer Kettensäge wird zunächst die Sitzfläche herausgesägt. Der Motorhobel glättet diese Sitzfläche, so dass man gut sitzen kann.

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Einige Bänke erhalten auch eine Lehne, so auch hier, in der Bachaue des Abtsmühlenbaches, ein Nebengewässer des Pulheimer Baches, in Bergheim-Glessen. Die Lehne wird später montiert. Damit die Wiesenfläche nicht als Parkplatz missbraucht werden kann, werden entlang der Rasenkante noch kleiner Stämme ausgelegt, die Pkw nicht überfahren können. Die Arbeiten sollen vor Ostern abgeschlossen sein.


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Schneeglöckchen und Winterlinge – erste Frühlingsboten

In der Großen Laache zeigen sich erste Frühlingsboten: Im Schutz von Benjeshecken und Wildschutzzäunen haben sich Jahr für Jahr die Bestände an schützenswerten Winterlingen und Schneeglöckchen weiter ausgedehnt. Die leuchtend gelben Blüten der Winterlinge (Bild), von einer grünen Blattrosette getragen, recken ihre gelben Köpfchen in Richtung Sonne. Die Schneeglöckchen (Bild), ein inzwischen sehr großer Bestand am Prallhang des alten Rheins, haben kraftvoll das alte Laub durchdrungen. Sie sind eine Augenweide und scheinen mit ihren weißen Glöckchen das Frühjahr einläuten zu wollen.

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Eröffnungsfeier des Lernstandortes auf dem Gelände der Bachmeisterei

Wir freuen uns sehr, dass das Lernlabor der Universität zu Köln auf dem Gelände der Bachmeisterei in Pulheim-Geyen nach langer Planungs- und Bauzeit im vergan­genen Oktober fertiggestellt werden konnte.
Mit der Umsetzung dieses Vorhabens erhält die Kooperation zwischen der Lehrerausbildung der Universität zu Köln, dem Unterhaltungsverband Pulheimer Bach und den Schulen in der Bildungslandschaft Pulheim sowie den weiteren Partnerschulen der „Pädagogischen Achse der Anrainerschulen Pulheimer Bach“ ein neues Fundament, auf dem ab dem kommenden Frühjahr gemeinsame Unterrichts­projekte gestaltet werden sollen.

Zur Eröffnungsfeier des Lernstandortes am
Freitag, 17.04.2015, 11.00 Uhr,
Unterhaltungsverband Pulheimer Bach,
In der Bachaue, 50259 Pulheim

möchten wir Sie ganz herzlich auf das Gelände der Bachmeisterei einladen. Hierbei soll nicht nur das Containergebäude mit seiner Laborausstattung und den wissenschaftlichen Geräten und Instrumenten vorgestellt, sondern auch ein Einblick in die bisherigen Kooperationsaktivitäten gegeben werden. Zudem würden wir gerne bei Getränken und einem kleinen Imbiss mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Programm
1. Grußworte von Vertretern der Universität, der Kommunen und der Schulen
2. Präsentation von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Universität
3. Vorstellung des neuen Lernlabors und der wissenschaftlichen Ausstattung

Zusätzliche Informationen zur Eröffnungsfeier erhalten Sie auf der folgenden Website: http://lernstandort-puba.uni-koeln.de/12591.html Diese Website befindet sich im Aufbau und wird in Zukunft allen Kooperationspartnern und Interessierten aktuelle Informationen zum Lernstandort von Seiten der Universität zu Köln bereitstellen. Für weitere Informationen zum Lernstandort stehen Ihnen die auf der Website benannten Kontaktpersonen gerne jederzeit zur Verfügung.

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei der Eröffnungsfeier begrüßen zu dürfen. Für eine kurze Rückmeldung und Ankündigung Ihrer Teilnahme mit Anzahl der Personen an folgende E-Mail-Adresse wären wir Ihnen dankbar: lernstandort-puba@uni-koeln.de. Ausreichende Parkmöglichkeiten sind auf dem Gelände der Bachmeisterei vorhanden. Falls Sie uns am Tag der Veranstaltung telefonisch kontaktieren möchten, erreichen Sie uns unter der folgenden Nummer: 0172-2913215.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Boris Braun (Universität zu Köln)

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Einladungsschreiben der Universität zu Köln


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Geographisches Institut errichtet „Außenstelle“

Die Baugenehmigung der Stadt Pulheim erfolgte Anfang 2014. Die Schulungs-Container sind angeliefert (Bild). Der interdisziplinäre Standort nimmt Gestalt an. Die Verbreiterung der Feldarbeit von Studierenden und Hochschullehrern, im Zusammenwirken mit der „Pädagogischen Achse der Anrainerschulen“, im Einzugsgebiet Pulheimer Bach, wird Realität. Ergebnisse fließen in die praktische Arbeit des Bachverbandes ein. Der „Pädagogischen Achse der Anrainerschulen“ gehören seit 2008 insgesamt 8 Schulen aus Bergheim und Pulheim an. Auch das Gymnasium Frechen hat in diesem Jahr von den Forschungsmöglichkeiten außerschulischer Lernorte am Pulheimer Bach Gebrauch gemacht und zum Beispiel die Gewässergüte untersucht. Über so genannte „Gewässergüteanzeiger“ haben sie eine gute Wasserqualität festgestellt.
Die seit Juni 2014 von der UNI in Betrieb genommene Wetterstation liefert ergänzend umfangreiche Wetterdaten. Zusammen mit den Pegeldaten, die der Bachverband seit Jahren erhebt, und einer Grundwassermeßstelle der RheinEnergie, auch auf dem Gelände der Bachmeisterei, ergibt sich so ein wertvoller Beitrag für das Klimabild im hiesigen Raum. Die UNI-Außenstelle ist eingebunden in GLOBE-Deutschland und wird von Prof. Dr. Karl Schneider (UNI-Köln) betreut. GLOBE wurde am 2.4.1994 vom damaligen U.S. Vize-Präsidenten Al Gore ins Leben gerufen. In GLOBE sind über 100 Staaten und über 17.000 Schulen eingebunden. Siehe auch www.globe-deutschland.de
Einweihung voraussichtlich Frühjahr 2015.

Horst Engel
www.bachverband.de
www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de

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Pulheim/Rhein-Erft-Kreis/Eupen/Belgien:
Städtebau- und Umweltdienst der Stadt Eupen informierte sich am Pulheimer Bach

Der Kontakt zu Dr. Alexandra Hilgers (im Bild vorne, 3. v. r.) entstand als sie noch im Geographischen Institut der Universität zu Köln tätig war. Inzwischen ist sie zur Stadt Eupen als Umweltberaterin gewechselt. Eupen, Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens mit fast 20.000 Einwohner, am Rande des Naturparks Hohes Venn-Eifel gelegen, befasst sich wie Pulheim und Bergheim ebenfalls mit Fragen der Gewässerrenaturierung am Stadtgraben in Eupen. Dieser Bach durchfließt die Stadt in weiten Teilen verrohrt. Dort, wo er wieder ans Tageslicht tritt, fließt er in einer Betonschale gepresst kaum wahrnehmbar durch einen innerstädtischen Park. Diesen Bachabschnitt wieder als Bach erlebbar zu machen, stand oben auf der Wunschliste einer Bürgerversammlung zum Thema Naturentwicklung in der Stadt. Dies gab den Anstoß, sich gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrates, der örtlichen Naturschutzgruppen und interessierten Bürgern die Umsetzung des Projektes am Pulheimer Bach anzusehen.
Der persönliche Kontakt zum Unterhaltungsverband Pulheimer Bach wurde unbürokratisch genutzt und eine fast vierstündige Führung an renaturierten Bachabschnitten organisiert, an der zu Beginn auch PD a.D. Dr. Reinhard Zeese teilgenommen hat. Schwerpunkte waren der Einstieg in die Finanzierung über die regionale2010/REGIOGRÜN, die breite Bürgerbeteiligung, die Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung, die Einbindung von Kindergärten und Schulen für die außerschulischen Lernorte am Bach und der Wissenstransfer über das Patenschafts- und Kooperationsabkommen von 2008 mit dem Geographischen Institut.
Zitat Dr. Alexandra Hilgers: „Es war beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich, je nach örtlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten, der Bachlauf revitalisiert wurde und welch großer Mehrwert durch das Projekt für die Bevölkerung als Lern- und Erlebnisort und als Erholungsraum geschaffen wurde. Es ist faszinierend zu sehen, wie schnell sich die Natur entwickelt, wenn man ihr den Raum dazu (wieder-) gibt.“
Zitat Arthur Genten, Umweltschöffe der Stadt Eupen: „Wir stehen noch ganz am Anfang und da war es unglaublich hilfreich, sich die Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen vor Ort in Pulheim anzusehen und von Horst Engel umfassende Informationen über den Projektablauf und die gemachten Erfahrungen zu bekommen. Besonders wertvoll war auch, dass Horst Engel auch auf Schwierigkeiten, Konflikte oder Planungsfehler und deren Lösungswege eingegangen ist. Daraus können wir viel lernen für eine eigene Projektumsetzung. So ist der Pulheimer Bach auch für uns ein hervorragender Lernort.“
Zitat Horst Engel, Verbandsvorsteher: „Ich sage zu, wenn von Eupen gewünscht, zusammen mit PD a.D. Dr. Reinhard Zeese, auch in Eupen das Renaturierungsprojekt Pulheimer Bach mit einem Vortrag vorzustellen.“

Bild: Zeese

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Bilder-Nachlese erster Spatenstich Renaturierung Pulheimer Bach,
unterhalb Martinstraße bis Jakob-Pohl-Platz, v. 29.5.2013.

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Folgende Bachabschnitte sind inzwischen renaturiert und in Patenschaften an Schulen übergeben:
Glessen:
01 Im Heuchen
02 entlang der L 91
03 Abtsmühlenbach mit Kalksinter I
04 gegenüber Kläranlage, mit Lernsteg
05 Keuschenbroichbach mit Geotop Kalksinter II

Sinthern
06 BP 38
07 unterhalb Martinstraße und Schulbereich im Bau, mit Lernsteg an der GGS

Geyen
08 Bereich Sportplatz und Dorfanger im Bau
09 zwischen Junkerburg und B 59 N, mit Lernsteg

Pulheim
10 Bereich HRB Bendacker, mit Lernsteg
11 Elchweg
12 Roßweiherfeld, zwischen Büngertchen und Kantstraße ; Umgestaltung im Rahmen der Gewässerunterhaltung, fast fertig
13 zwischen Pletschmühle und Vorteich Große Laache
14 Große Laache, mit Lernsteg

noch auf der Agenda, je nach Haushaltslage :
Glessen
01 HRB Liebesallee, Ersatz 2-Rohr-Düker (Angebot liegt vor)
02 Ortslage, zwischen Am Mühlenteich bis Abtsmühlenbach, teilweise Öffnung der Verrohrung
03 Abtsmühlenbach, mit Lernsteg , Geotop Kalksinter I und Geoerlebniswiese, im Rahmen der Gewässerunterhaltung 2013/2014

Sinthern
04 HRB, Bach in Taltiefe führen; im Rahmen der Gewässerunterhaltung

Geyen
05 Bereich Junkerburg, Öffnung der Verrohrung

Pulheim
06 Gleisdreieck (wg. HQ 100)
07 Im Bachgarten
08 Johannisstraße, Öffnung der Verrohrung
09 zwischen Kantstraße und Kreisstraße ; im Rahmen der Gewässerunterhaltung, Winter 2013/2014
10 zwischen Kreisstraße und Pletschmühle, inkl. Bachbrücke und neuer Führung Erlebnispfad (im Vorverfahren)
(30.05.2013)


Unterhaltungsverband Pulheimer Bach
Wasser- und Bodenverband
In der Bachaue
50259 Pulheim

26. Mai 2013


Renaturierung Pulheimer Bach - Bachabschnitt in Pulheim-Sinthern, unterhalb Martinstraße bis Geyen, Jakob-Pohl-Platz

Medienmitteilung und Einladung zum ersten Spatenstich


Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Maria Pfordt,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Frank Keppeler,
sehr geehrte Damen und Herren der Verbandsversammlung,
sehr geehrte Damen und Herren der Medien,
sehr geehrte Vertreter des LANUV, der Behörden, Verbände, Planer, Anrainer und ausführenden Firma,
sehr geehrte Lehrerinnen, Lehrer und Schüler der "Pädagogischen Achse der Anrainerschulen",

hiermit lade ich Sie zum ersten Spatenstich durch den Bürgermeister der Stadt Pulheim, Herrn Frank Keppeler, zur Renaturierung des Pulheimer Bachs, zwischen Pulheim-Sinthern, unterhalb Martinstraße bis Pulheim-Geyen, Jakob-Pohlplatz, am

Mittwoch, 29. Mai 2013, 16 Uhr,
Pulheim-Sinthern, Am Frohnhof, Bereich Parkplatzzufahrt zur GGS,



herzlich ein.

Wir würden uns über Ihre zahlreiche Teilnahme freuen.
Ein kleiner Imbiss ist vorbereitet.
Für die Besichtigung der Baustelle ist festes Schuhwerk erforderlich.
Sollte es stark regnen, ist angedacht, auf die Pausenhalle der GGS auszuweichen.


Danke.

Beste Grüße
Der Verbandsvorsteher
gez.: Horst Engel
www.bachverband.de
Bachmeisterei - mobil: 0172 2913215 (Herr Porschen)


Kurz-Info zum Projekt:
Der ca. 9 km lange Pulheimer Bach, mit Hauptquellgebiet in Bergheim-Glessen, wird seit einigen Jahren abschnittsweise renaturiert. Dabei stellt das Land NRW, stets mit 80% (!), erhebliche Fördermittel bereit. Die Städte Bergheim und Pulheim, die den Verband als Mitglieder tragen, übernehmen 20 Prozent der anerkannten Kosten. Die anstehende Renaturierungsmaßnahme, auf einer Länge von rund 700 Metern, kostet rund 200.000,- Euro.
Der Bachabschnitt wird von seinen Betonsohlschalen befreit (entfesselt), mehrere Betonabstürze, die den Bach regelrecht "zerhacken" und für die so genannte Durchgängigkeit des Gewässers ein unüberwindbares Hindernis darstellen, werden in so genannte Rauschen umgestaltet. Der Hochwasserschutz wird nicht tangiert. Im Bereich der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) entsteht am Bach ein außerschulischer Lernort mit einem Lernsteg. Er erlaubt Naturbeobachtungen und Untersuchungen direkt am Bach.

Im Zuge der Renaturierungsmaßnahmen konnten so genannte außerschulische Lernorte realisiert werden, so dass sich Schulen in Bergheim-Glessen und im Stadtgebiet Pulheim zur so genannten "Pädagogischen Achse der Anrainerschulen" zusammengeschlossen haben. Alle Schulen haben für einen bestimmten Bachabschnitt eine "Bachpatenschaft" übernommen. Mit der Universität zu Köln, Geographisches Institut, besteht seit 2008 ein wertvolles und ergänzendes Kooperation- und Patenschaftsabkommen. Schulen, Lehrende und Studierende nutzen regelmäßig und intensiv die außerschulischen Lernorte. Ein Erlebnispfad mit rund 30 Erzählstationen und drei Ankerpunkten liefert die notwendigen Infomationen und Zusammenhänge (www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de). Dabei können die Infos über die einzelnen Stationen auch unterwegs mit modernen Smartphones abgerufen werden. Beispiel: www.erlebnisbach.de/12 (Erzählstation 12, "Kalksinter").

Insesamt konnten bisher 18 Projekte, einige auch in Eigenleistung, durchgeführt werden. Siehe hierzu www.bachverband.de (Projekte 1-18).
Eine Wanderausstellung gibt einen kleinen Einblick in die bisherige Arbeit.
(26.05.2013)


Eisvogel füttert seine Jungen

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Der Eisvogel wurde bislang in allen Bachabschnitten beobachtet. Das ist die erste Bruthöhle, die am Bachufer gefunden wurde.
Auch ein Erfolg der Renaturierung mit steigender Zahl von diversen Fischarten, die der Eisvogel als Beute braucht.

Im Mai 2013 beobachtet von:
Rolf Thiemann
Gewässer und Naturschutz im Erftkreis
Flora - Fauna - Artenschutz
Rolf Thiemann
Naturschutzberater
Am Glockenpütz 7
50181 Bedburg
Tel. 0227281153
Mobil. 01734979795
Email. Thiemann@Naturschutzberater.de
www.naturschutzberater.de
(19.05.2013)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: Den Pulheimer See erkunden - Kurzbesuch von Haus Orr

Am Sonntag, 7. April 2013, lädt der Vorsitzende der Verbandsversammlung Erholungsgebiet Stöckheimer Hof, Horst Engel, wieder zu einer Wanderung rund um den Pulheimer See ein. Die Route ist so geplant, dass man den aktuellen Ausbaustand des zukünftigen Wassersportsees sehen und erfahren kann. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Randkanalbrücke / Pletschmühlenweg. Von dort geht es zum im Ausbau befindlichen Parkplatz für den zukünftigen Badestrand. Dann entlang des Kölner Randkanals, auf der neuen Trasse des kombinierten Rad- und Fußweges, Richtung Venloer Straße. An der Brücke Venloer Straße / Randkanal geht es links ab Richtung Kreisverkehr. Von dort erfolgt ein kleiner Abstecher auf der Resttrasse des ehemaligen Mühlenwegs, der seit 2009 zur Kiesgewinnung abgebaggert wird. Am Bauzaun kann man dann einen Blick auf die Verbindung der beiden Baggerseen werfen. Die gegenüber liegenden Kieswerke markieren, nach Ende der Kiesgewinnung, die Flächen für den zukünftigen Badestrand. Anschließend geht es entlang der Venloer Straße zum Aussichtspunkt auf dem Wanderparkplatz am Ostufer des Pulheimer Sees. Hier hat man einen schönen Blick über den 1,5 Kilometer langen See in Richtung Pulheim. Oberhalb der Anlagen des Surf- und Segel-Clubs Pulheim e.V., der seit 1982 den See nutzt, führt der Weg zur Beobachtungskanzel am Randes des Naturschutzgebiet Große Laache. Von dort geht es weiter in den Orrer Wald mit einem Kurzbesuch von Haus Orr. Hier kann man erfahren, mit welchem Einsatz der neue Eigentümer dem historischen Herrenhaus eine neue Zukunft gibt. Horst Engel erläutert Flora und Fauna und gibt Hinweise zum Wasserkreislauf und der unterirdischen Verbindung zum Trinkwasserwerk Köln-Weiler. Nach etwa 3 Stunden und rund 6 Kilometer Strecke wird die Pletschmühle erreicht und die Wanderung gegen 17 Uhr beendet.
(26.03.2013)


Der Hochwasserschutz am Pulheimer Bach ist für das 50-jährige Regenereignis ausgebaut. Beim 100-jährigen Regenereignis verlässt der Bach an verschiedenen Stellen sein Bett.

Die Blaufärbung der Detailkarten von Sinthern (Unterdorf), Geyen (Ortsmitte) und Pulheim (alle tief liegenden Flächen) zeigen die betroffenen Flächen an. Diese Flächen werden in eine so genannte Hochwassergefahrenkarte eingetragen.

zur Hochwasssergefahrenkarte...

Bilder zum Hochwasser in Sinthern (1958):
Seite 1
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5

Historisches Hochwasser in Geyen...

Historisches Hochwasser in Pulheim (1947)...

(16.03.2013)


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Unterzeichner macht auf folgendes aufmerksam:

Der Unterzeichner hatte in der FDP-Fraktion bereits behutsam auf die Angelegenheit mit ihren Auswirkungen hingewiesen. Betroffen sind alle Gewässer 2. Ordnung, auch der Pulheimer Bach. Seit Montag liegt der Vorgang mit Entwurf einer Hochwassergefahrenkarte für das Stadtgebiet vor. Sinthern u. Geyen sind leicht betroffen. In Pulheim-City fehlen für das HQ 100 25.000 m³ Rückhaltevolumen.

Nach Inkrafttreten der VO muss die Verwaltung handeln, auch im täglichen Verwaltungsgeschäft. Z.B. auch bei Bauanträgen, die im betroffenen Citybereich z.B. nur eine Erweiterung oder Umbau eines vorhandenen Gebäudes zum Inhalt haben.
Der Unterhaltungsverband Pulheimner Bach hat sich mit der Angelegenheit als Pflichtaufgabe intensiv befasst. Im Rahmen der gesetzlichen Gewässerschau wurde das Thema ebenfalls behandelt; siehe aktuelle Medienberichte. Der Bachverband hat der Stadtverwaltung Lösungsvorschläge unterbreitet. Die Verwaltung ist in dieser Richtung bereits tätig.

Der Unterzeichner empfiehlt den Fraktionen sich mit den Konsequenzen einer Hochwassergefahrenkarte für Pulheim zu befassen.
Geeignet ist z.B. eine Info-Veranstaltung, die der Unterzeichner gerne organisieren kann.

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Das Bild zeigt den Beginn der Verrohrung in Pulheim, Widdersdorfer Straße. Hier soll der Bach beim 100-jährigen Regenereignis (HQ 100) sein Bett verlassen, so ein aktuelles Gutachten im Auftrag der Bezirksregierung Köln.

Der Verbandsvorsteher
Horst Engel
www.bachverband.de
www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de
(28.02.2013)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: Gewässerschau am Pulheimer Bach

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Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Bachverbandes trafen sich zur gesetzlichen Gewässerschau. Auf der Tagesordnung stand der Hochwasserschutz zwischen Hochwasserrückhaltebecken Bendacker und Gleisdreieck in Pulheim, der Bachabschnitt zwischen Bahnlinie und Widdersdorfer Straße, der Bachabschnitt vor der Renaturierung zwischen Sinthern und Geyen und die Sicherungen der Böschung im Bachabschnitt Rossweiherfeld. Hier konnten sich die Teilnehmer vom Baufortschritt überzeugen. Die eingebauten Steinwalzen markieren den neuen Bachverlauf bei Niedrig- und Mittelwasser. Die Zwischenräume zwischen Steinwalzen und ausgekolkten Steiluferabschnitten waren schon teilweise mit Wasserbausteinen verfüllt, so dass das neue Bachbett bereits sichtbar ist. Durch die Verschmalerung soll auch erreicht werden, dass die Fließgeschwindigkeit steigt. Mit steigender Fließgeschwindigkeit erhöht sich die so genannte Schleppkraft des Baches. Mit erhöhter Schleppkraft wird vor allem der graue Schlamm mitgerissen, so dass erwartet wird, dass der Bachgrund bald wieder feiner strukturiert ist. Das wiederum fördert die Ansiedlung von Kleinstlebewesen, die wiederum die natürliche Reinigungskraft des Gewässers steigern. Insgesamt waren die Teilnehmer mit den Arbeiten zufrieden. Anfang Mai, so der Bachverband, hofft man mit den Maßnahmen fertig zu sein. An der Brücke Kantstraße stellten sich die Teilnehmer dem Fotografen. v.l.: Verbandsmeister Ralf Porschen, Kurt Büchel (Glessen), Verbandsingenieur Horst Daniel, Rolf Uebach (Pulheim), Verbandsgeschäftsführerin Beatrix Cieslar und Tiefbauamtsleiter Olaf Kleine-Erwig, Pulheim.
Eine weitere Verbandsschau ist im Herbst geplant.
(18.02.2013)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Eisvogel mitten im Ort beobachtet

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Das ist bestimmt ein gutes Zeichen: Die Mitarbeiter des Bachverbandes, die derzeit die Böschungen im Bachabschnitt Pulheim, Rossweiherfeld, sichern staunten nicht schlecht, als sie wiederholt einen Eisvogel auf Beuteflug beobachten konnten. Eine solche Beobachtung in der ersten Februarhälfte deutet darauf hin, dass die Population den Winter besser überstanden hat als den Winter 2011/2012. Damals hatten Frost und Eis fast 80 Prozent der Eisvögel nicht überlebt. Darüber hinaus zeigt der Eisvogel, dass ihm der Pulheimer Bach auch mitten im Ort genug Beutefische bietet. Von den Sträuchern, hier ein Hartriegelstrauch mit roten Ästen, beobachtet er im klaren Wasser zum Beispiel die vielen Stichlinge, die er sich dann im Sturzflug aus dem Wasser holt. Wegen seines stahlblauen Gefieders wird der Eisvogel auch "fliegender Diamant" genannt. In seinen etwa 80 Zentimeter langen Bruthöhlen, die er in steile Uferböschungen gräbt, zieht er im Jahr bis zu fünf mal seinen Nachwuchs auf.
(14.02.2013)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: 406.941 Euro Landesförderung

Ein schönes Weihnachtsgeschenk für Sinthern und Geyen und den Pulheimer Bachverband machte die Bezirksregierung Köln mit ihrem Zuwendungsbescheid in Höhe von 406.941 Euro. Das sind 80 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 508.676 Euro, um den Bachabschnitt in Sinthern, unterhalb Martinstraße, bis nach Geyen, Jakob-Pohl-Platz zu renaturieren. Der Eigenanteil von 20 % wird anteilig von Bergheim und Pulheim getragen. Die Planung war äußerst schwierig, weil die verfügbare Fläche durch Rohrleitungen eingeengt wird. Größere Mäanderbögen sind deshalb kaum möglich. Der Bach kann aber komplett entfesselt werden: Das ökologisch tote Bachbett aus Betonsohlschalen wird durch einen natürlichen und vielfältigen Bachgrund ersetzt. Die vielen steilen Gewässerabstürze aus Beton, die den Bach regelrecht und unüberwindbar "zerhacken", werden durch Sohlgleiten ersetzt. Sohlgleiten überwinden ebenfalls Höhenunterschiede, sind aber vor allem Bach aufwärts von Fischen und im Wasser lebenden Kleinlebewesen passierbar. Das Gewässer wird wieder durchgängig. Vor der Gemeinschafts-Grundschule Geyen-Sinthern wird ein Lernsteg entstehen. Lernstege sind außerschulische Lernorte, die den "Grünen Klassenzimmern" praktischen Unterricht am Gewässer erlauben. Solche Lernstege sind an allen renaturierten Bachabschnitten entstanden, die im Rahmen einer Projektskizze seit 2005 realisiert werden konnten. Schöner und kostenloser Nebeneffekt: Durch die Gewässeraufweitung entsteht zusätzliches Rückhaltevolumen, also zusätzlicher Hochwasserschutz.
Horst Engel: "Nach Abstimmung mit unseren beiden Mitgliedstädten Bergheim und Pulheim und der Bodendenkmalpflege können wir im kommenden Frühjahr mit den Erdarbeiten beginnen. Bauzeit ca. 1 Jahr.

Der Bachverband hat vom 9 km langen Pulheimer Bach bislang folgende Gewässerabschnitte renaturiert und erlebbar gemacht.

Glessen: Bachabschnitt Im Heuschen, Bachabschnitt neben der L 91, Sohlgleite Selchbachmündung, Abtsmühlenbach (Unterlauf), Keuschenbroichbach (Unterlauf), und gegenüber Kläranlage Glessen.

Sinthern: Bachabschnitt unterhalb Hochwasserschutzdamm (BP 38 Sinthern).

Geyen: Bachabschnitt zwischen Junkerburg und B 59 n.

Pulheim: Bachabschnitt am Elchweg, Bachabschnitt zwischen Pletschmühle und Große Laache.

Durch Gewässeraufweitung und Mäanderbögen konnten zusätzlich über 20.000 Kubikmeter Rückstauvolumen für den Hochwasserschutz der Ortslagen erzielt werden.
Wegen der stets hochwertigen Renaturierung, der Kooperation mit der Universität zu Köln, Geographisches Institut, den 8 Schulen mit "Grünen Klassenzimmern", die jeweils auch Bachpatenschaften übernommen haben, den 5 Kindergärten, die im Rahmen frühkindlicher Bildung regelmäßig die Lernstandorte nutzen und dem beliebten Erlebnispfad, genießt der Bachverband bei der Bezirksregierung Köln und der NRW-Landesregierung einen ausgezeichneten Ruf.

Der Verbandsvorsteher
Horst Engel
www.bachverband.de
www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de
(05.12.2012)


Pulheim: Ölalarm Große Laache

Durch mehrere Ölsperren konnte die Feuerwehr das Abfließen des Ölfilms in die Große Laache verhindern.

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Der Bachverband bedankt sich ausdrücklich für diesen beherzten Einsatz. Als Ursache konnte ein Schmutzwasserkanal aus dem Industriegebiet an der Venloer Straße in Pulheim ausgemacht werden.
Der Schmutzwasserkanal ist auf seinen letzten Metern nach oben offen. Der stinkende Ölbrei, gemischt mit Styropor und Unmengen von Zigarettenkippen ist deutlich zu erkennen.

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Direkt daneben verläuft der Pulheimer Bach.
Eine Umweltschutzfirma musste mit Spezialgerät über Stunden den dicken Ölbrei abpumpen.

Mit freundlichen Grüßen
Der Verbandsvorsteher
gez.: Horst Engel
(18.03.2012)


Pulheim: Auskolkungen am Spazierwegufer in der Großen Laache werden beseitigt

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Bei Hochwasser wurde das Bachufer, am beliebten Spazierweg, an einigen Stellen durch Auskolkungen stark eingeengt. Natürliche Auskolkungen entstehen durch die Gewässerdynamik und durch Abschwemmungen nach Regenereignissen. Hier wurden sie aber beschleunigt, trotz Anleinpflicht, vor allem durch frei laufende Hunde, die ihre Hundebesitzer jahrelang an diesen Stellen ins Wasser geführt haben. Im Internet wurde sogar für die so genannte "Hundebadewanne", am Pegel gelegen, geworben (!). In einem Naturschutzgebiet unvorstellbar. Diese großflächige Auskolkung konnte noch vor der harten Frostperiode verfüllt und mit Benjeshecken, Schüttungen von Zweigen und Ästen geschützt werden (Bild). Jetzt folgen die Arbeiten an zehn weiteren Stellen. Nach deren Verfüllung werden Sträucher angepflanzt, so genannte Pfaffenhütchen oder Bischofsmützen. Sie gedeihen auch im Schatten der großen Bäume und tragen im Herbst rote Früchte. Von der Form dieser Früchte wurde ihr Name abgeleitet. Pfaffenhütchen sind darüber hinaus ein wertvolles Flurgehölz und besonders zur Böschungsstabilisierung geeignet. Der Bachverband will die Arbeiten Mitte März abgeschlossen haben.
(27.02.2012)


Kleine Eiszeit in der Liebesallee

zu einer kleinen Bildauswahl...
(08.02.2012)


Pulheim/Glessen: Der Pulheimer Bach hat 50 Tage lang der größten Trockenheit getrotzt

Immer wieder wurden die Mitarbeiter des Bachverbandes gefragt, wie es kommt, dass der Pegelstand in der Großen Laache auch in der lang anhaltenden Trockenheit, im Monat November stets bei 80 Zentimeter stabil war.

Nun hat Dr. Reinhard Zeese, Privatdozent i.R., Universität zu Köln, Geographisches Institut, für die Startseite der Homepage des Erlebnispfades ausführlich und verständlich dargelegt, welche Bezüge zwischen Wasserführung Bach, Niederschläge und Verdunstung bestehen und welche wertvolle Rolle dabei die Quellen und ihre Quellschüttung spielen.

Man braucht im Internet nur anklicken:
www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de.
Auch wenn es inzwischen wieder regnet, sind die Erläuterungen interessant. Dabei wird klar, dass der kleine Quellbach im Naturschutzgebiet "Liebesallee", Glessen, der nach fast 50 Tagen eigentlich nicht weniger Wasser führt als zu Beginn der Trockenperiode, wie wichtig Quellen und Grundwasserspeicher im Landschaftshaushalt sind.
(07.12.2011)


Bergheim/Pulheim: Blaue Steine für den Erlebnispfad

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In der jeweiligen Ortsmitte der Ortsteilen Glessen, Sinthern, Geyen und Pulheim ist der Pulheimer Bach verrohrt.Damit dort der tatsächliche Bachverlauf nicht verloren geht, wird in die jeweilige Gehwegfläche, über dem verrohrten Abschnitt, eine Markierung mit einem blauen Stein und weißerDoppelwelle vorgenommen. Die so genannte "Blaue Linie".

Der Einbau der Steine erfolgt in einem Abstand von etwa 10-15 m. Die Markierung sind bereits mit roter Farbe erfolgt. Je nach Wetterlage werden nun die Steine gesetzt. Die unmittelbaren Nachbarn werden mittels Rundschreiben informiert.

Hersteller der blauen Steine: Siehe www.kann.de/website/deutsch

(02.12.2011)


Begheim/Pulheim: Medieninfo anl. der Einweihung der Wassererlebnislandschaft im Naturschutz- und Quellgebiet Pulheimer Bach, Glessen, 25.11.2011
Entdeckerpfad "Liebesallee"


Um die Quellen in Glessen und das Wasser des Pulheimer Baches im Quellgebiet Liebesallee ranken sich manche Geschichten. Es soll gut sein gegen Warzen, früher wurde es gegen Augenleiden genutzt und –viele ältere Glessener bestätigen das im Gespräch- im Sommer einfach als kühles Nass konsumiert. Trotz ausgezeichneter Quellwasserqualität ist davon ist allerdings abzuraten, da man im urbanen Raum letztlich nicht ganz ausschließen kann, dass das Wasser doch Keime enthält. Schade, denn eigentlich ist natürlich in Sand und Kies gereinigtes Quellwasser mit seiner ganzjährig erfrischenden Temperatur von 10° C ein köstliches Getränk.

Die Quellen und der von ihnen gespeiste Quellsumpf sind aber eine landschaftliche Besonderheit. Ungefasste Quellen –und davon gibt es viele in der Liebesallee- sind im Rheinland selten geworden. Sie sind wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. An ihnen kann man sehen und verstehen, wie sogar kleine Quellbächlein die Landschaft umgestalten.

„Dem Wasser auf der Spur“ lautet deshalb auch der Titel eines Entdeckerpfades, der am Freitag, den 25. November 2011 durch den Unterhaltungsverband Pulheimer Bach eingeweiht wird. Es ist ein wichtiges und wertvolle Teilstück im Gesamtwerk „Wassererlebnispfad Pulheimer Bach“ der regionale2010/REGIOGRÜN, für den das Geographische Institut der Universität zu Köln bereits am 2008 die Patenschaft übernommen hat. Der von dem Landschaftsinterpreten Dr. Reinhard Zeese konzipierte Entdeckerpfad führt durch das Naturschutzgebiet Liebesallee (deshalb sollte der schmale Pfad auch nicht verlassen werden), vorbei an Quellen, Kerbtälchen, Schwemmfächern und anderen Naturerscheinungen. Driftblöcke mit Nummern markieren Spuren, die man sehen kann und die in einer Tafel am Rande des Schutzgebietes erläutert werden. Tafeln informieren auch darüber, welch fragile Gebilde die Quellsümpfe sind, welche Erscheinungen eisenhaltiges Quellwasser bewirkt, was aus den historischen Fischteichen geworden ist und was man übers Jahr hinweg an Pflanzen entdecken kann. Letztere Tafel trägt als Titel das Leitbild der Gestaltung des gesamten Wassererlebnispfades „Kennen lernen – Schätzen lernen – Schützen wollen“. Abgerundet wird das Angebot durch eine Tafel über den Quellenort Glessen.

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Foto:Zeese
Das Milzkraut braucht den Schatten des Waldes, die gleichbleibende Temperatur des offenen Quellwassers und kommt mit dem geringen Nährstoffangebot im Wasser klar. Es ist dementsprechend in der Niederrheinischen Bucht sehr selten.

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Nur bei Starkregen oder Schneeschmelze zu beobachtender Wasserfall an Driftblock 3 des Entdeckerpfades
(25.11.2011)


Unterhaltungsverband Pulheimer Bach
In der Bachaue - 50259 Pulheim

17. November 2011

Einladung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Sie zur Vorstellung und Einweihung der "Wassererlebnislandschaft im Naturschutzgebiet Liebesallee", Glessen, herzlich einladen.

Freitag, 25. November 2011, 15 Uhr
Treffpunkt: Wanderparkplatz hinter der Feuerwehr Glessen (L 91)

Gedachter Ablauf:
Spaziergang* vom Wanderparkplatz zur Erzählstation 4 (Quellsumpf) - hier Erläuterung des Konzeptes durch Dr. Reinhard Zeese, Privatdozent i.R, Universität zu Köln, Geographisches Institut
Fortsetzung des Spazierganges mit Erläuterungen an den vier Stationen der Wassererlebnislandschaft
Ausklang Erzählstation 4 mit warmem Getränk
Zeitbedarf ca. 90 Minuten.

Beste Grüße
Der Verbandsvorsteher
gez.: Horst Engel

)* feste Schuhe werden empfohlen


Lichtbildervortrag: "Wassererlebnispfad Pulheimer Bach"

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 20:00

Referent: Privatdozent Dr. Reinhard Zeese, Akademischer Direktor am
Geographischen Institut der Universität zu Köln i. R.

Ort: Pulheim-Brauweiler, Abtei Brauweiler, Äbtesaal, Eingang Ehrenfriedstraße
Teilnahme kostenfrei

weitere Informationen...


Pulheim: Beobachtungskanzel eingeweiht

Die Beobachtungskanzel ist Bestandteil des 9 Kilometer langen Erlebnispfades Pulheimer Bach, ein Projekt der regionale2010/REGIOGRÜN. Sie wurde möglich, weil der Bachverband im Frühjahr 2009 Eigentümer der Großen Laache werden konnte.

Die Große Laache wurde vom alten Rhein vor etwa 18.000 Jahren geschaffen. Letztmalig schaute hier der Rhein mit seinem schrecklichen Hochwasser im Frühjahr von 1784 und einem Pegelstand von 13.55 Meter vorbei. Damals waren 63 Tote zu beklagen.
Zum Vergleich: Das Jahrhunderthochwasser von 1995 hatte einen Pegelstand von 10,69 Meter - also 2,86 Meter geringer als 1784.
Durch Eindeichung und Begradigungen des Rheins wird ein solches Hochwasser bis vor die Tore Pulheims aber nicht mehr erwartet.

Die Beobachtungskanzel erlaubt die Beobachtung von Flora und Fauna im Auseebereich der Großen Laache, ohne die sensible Natur in diesem wechselfeuchten und einzigartigen Biotop zu stören. Hier mündet und versickert der Pulheimer Bach. Jährlich etwa 2 Mio. Kubikmeter Bachwasser, in guter Wasserqualität, die den Grundwasserhaushalt im Kölner Norden anreichern und den Brunnengalerien des Wasserwerk Köln-Weiler zufließen.
Wanderer, Biker und Naturfreunde haben inzwischen die Beobachtungskanzel schätzen gelernt.
Darin steckt auch das nachhaltige Konzept des Bachverbandes: Über das Schätzen lernen zum Schützen zu kommen.

Damit erfüllt die Beobachtungskanzel eine wichtige Funktion der Besucherlenkung. Andere Zugänge zu diesem Biotop, zum Beispiel Trampelpfade, wurden vom Bachverband mit Strauch- und Astschüttungen, so genannten Benjeshecken, dauerhaft versperrt. Der Bachverband beobachtet inzwischen, dass sich der Waldboden, Flora und Fauna langsam erholen.

Die Beobachtungskanzel wurde vom Zimmereibetrieb Wildt, Sinnersdorf, gebaut. Eine erstklassige Handwerksarbeit. Herr Wildt hat es sich nicht nehmen lassen der Einweihung in traditioneller Tracht des Zimmermanns beizuwohnen. Seine Mitarbeiter haben auch die Informationstafeln aufgehängt.

Diese Informationstafeln hat Dr. Reinhard Zeese, Privatdozent i. R. an der Universität zu Köln, Geographisches Institut, entwickelt und gestaltet. Sie sind eine wertvolle Ergänzung der Informationstafeln entlang des Erlebnispfades. Alle Fotos wurden ausnahmslos zu den verschiedenen Jahreszeiten im Auseebereich der Großen Laache gemacht.

Die Kosten der komplett ausgestatteten Beobachtungskanzel teilen sich das Land NRW, bei der Einweihung vertreten durch Herrn Hans-Joachim Weithe von der Bezirksregierung Köln, die Stadt Bergheim, vertreten durch den Vizebürgermeister und stv. Verbandsvorsteher des Bachverbandes, Herrn Helmut Paul, der Ortsbürgermeisterin von Glessen, Frau Anne Keller, die Stadt Pulheim, vertreten durch den Kämmerer und Beigeordneten, Herrn Wolfgang Thelen und durch eine großzügige Spende i.H.v. 5T€ von der Fa. VEOLIA, dem Partner der Stadtwerke Pulheim, vertreten durch Herrn Jan Kohlmeyer.

(07.10.2011)


Köln/Rhein-Erft-Kreis:
Bachverband besucht Worringer Aue

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Vorstand, Mitarbeiter und Mitglieder der Verbandsversammlung des Unterhaltungsverbandes Pulheimer Bach, die in den letzten Jahren, im Rahmen der regionale2010, erfolgreich Renaturierungsprojekte am 9 Kilometer langen Pulheimer Bach zwischen Bergheim, Pulheim und der Stadtgrenze Köln durchgeführt haben, besuchten im Rahmen einer Exkursion die neue Worringer Aue am Langeler Rheindamm (Bild). Die etwa 27 Hektar große Worringer Aue ist als Ausgleichsmaßnahme für die geplante Erweiterung des Godorfer Hafens entstanden. Neben einem alten Angelteich ist auch ein alter Seitenarm des Rheins wieder freigelegt worden. Nach Fertigstellung im Jahr 2008 ist die Natur in kürzester Zeit zurückgekehrt. Ein einzigartiges Biotop ist entstanden. Graureiher, Eisvögel, Komorane, Kanadagänse, Nilgänse und Flußregenpfeifer haben die Aue als neues Revier entdeckt. In den mageren Glatthaferwiesen und Uferbereichen gedeihen Schlammlinge, Supfkresse, Schwanenblumen, Igel- und Rohrkolben - insgesamt etwa 150 verschiedene Pflanzenarten. Sogar der Pfefferknöterich ist zu finden. Diese Vielfalt ist für die Region einzigartig. Die Verbandsmitglieder zeigten sich beeindruckt und stellten Parallelen zu den renaturierten Bachabschnitten fest. Darüber hinaus hat der Bachverband durch seinen Erlebnispfad mit Erzählstationen und Ankerpunkten, der die Renaturierung und Zusammenhänge Bikern, Wanderern und Naturfreunden erläutert, auch das so genannte "Tor Zum Alten Rhein" herausgestellt. Es ist das Naturschutz- und Mündungsgebiet des Pulheimer Bachs, der hier in einem System von Teichketten, in der so genannten Großen Laache, direkt an der Stadtgrenze Köln versickert. Vor ca. 18.000 Jahren hatte der Bach noch eine Verbindung zum alten Rhein. Noch heute kann man die alten Rheinschlingen bis zum Worringer Bruch sehen. Ob der Erlebnispfad hier einmal seine Fortsetzung zum Rhein finden kann?

Der Verbandsvorsteher
gez.: Horst Engel
www.bachverband.de
www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de

(17.09.2011)


Die braune Linie in der Karte ist der Verlauf des Wassererlebnispfades.

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Die blauen Linien Markieren Quellbächlein. Die blauen Punkte kennzeichnen Sickerquellen.
(10.08.2011)


Bergheim-Glessen/Pulheim: Dem Wasser auf der Spur

Vier Driftblöcke weisen den Weg

Bisher wussten es nur ein paar Kinder aus Glessen und der Pulheimer Bachverband: Am Rand der Quellsümpfe des Pulheimer Baches im wertvollen Naturschutzgebiet "Liebesallee" wird der vorhandene Trampelpfad als kleiner Rundweg genutzt, an dem vier interessante Stellen mit markierten Driftblöcken es Wanderern und Spaziergängern möglich machen, dem Wasser auf die Spur zu kommen. Jeder Driftblock macht auf ein anderes Phänomen aufmerksam: Wer am Driftblock Nummer 1 steht, der kann sehen, wie das Wasser aus dem Erdreich sickert und sich mit einem Quellbächlein vereinigt, das vom Straßenrand herunter kommt. Das Quellbächlein führt das ganze Jahr Wasser. An der Sickerquelle dagegen kann in trockenen Wochen das ganze Quellwasser an Ort und Stelle verdunsten. Wenige Schritte bachaufwärts markiert Driftblock Nummer 2 (Bild) die Stelle, wo nur zeitweise, dann aber oft in beeindruckender Menge, Regenwasser von der Glessener Höhe herunterkommt. Das Wasser hat sich in den Hang eingekerbt (Bild) und an seiner Mündung in den Pulheimer Bach einen so genannten Schwemmfächer aufgeschüttet, der mit jedem Starkregen durch mitgeführten Sand und Geröll wächst. In einem Bogen, dem Trampelpfad folgend, kommt man zu Driftblock Nummer 3. Hier kann man den Ansatz des Kerbtälchens erkennen und, wenn man in längeren Abständen immer wieder vorbeischaut, sehen, wie sich das Wasser bergauf arbeitet. Dabei hat es den grauen, etwa 50 cm mächtigen, Tonhorizont freigelegt und macht so sichtbar, dass dieser wasserundurchlässige Ton für die Entstehung der Quellen verantwortlich ist. Der Ton staut das Grundwasser auf seinem langen Weg durch Kies- und Sandschichten und lässt es am Hang und in Quellmulden ans Tageslicht zu treten. An Driftblock Nummer 4 wird das dortige Quellwasser gefasst zu Tal geleitet, damit es nicht die Straßendecke des Wirtschaftsweges beschädigt.

Vier Stationen auf einem kurzen Pfad der Spurensuche und dennoch kann man hier vieles über das Wasser beobachten und erleben. Weiter hinein in die Quellsümpfe braucht man nicht zu gehen. Man würde wahrscheinlich im Morast stecken bleiben und die an Quellsümpfen besonders empfindlichen Pflanzen zertreten. Im Übrigen: Entlang des Weges gibt es im Jahresverlauf eine Fülle von Blütenpflanzen, Moosen, Farnen und vermodernden Baustämmen zu beobachten, wie sie für naturnahe Wälder typisch sind. Eigentlich eine ideale Spiellandschaft. Deshalb ein besonderer Dank an die Kinder von Glessen, die seit etwa zwei Jahren das Kerbtal und den Schwemmfächer aus ihren Spielorten heraus genommen haben, damit diese nicht bis zur Unkenntlichkeit zerstört werden. Es wäre zu wünschen, dass die Teile des Naturschutzgebietes, die außerhalb des Rundweges liegen, ebenfalls sich selbst überlassen bleiben, um sie für eine langfristige Entwicklung zu erhalten. Vielleicht weckt der kurze Rundweg Interesse und Verständnis. Für Neugierige wird es in wenigen Wochen noch zwei Informationstafeln geben. Sie ergänzen die Erzählstation 4/Quellsumpf des Wassererlebnispfades Pulheimer Bach. Pfad und Renaturierungsmaßnahmen sind Teil des Projektes Wasserachse Pulheimer Bach der Regionale2010/REGIOGRÜN, das zu 80 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen und zu 20 Prozent von den Städten Bergheim und Pulheim gefördert werden.

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Wasser formt Landschaften: Bei kräftigen Niederschlägen kommt gehörig Wasser von der Glessener Höhe. Am 23. Januar 2009 fielen 15 Millimeter Niederschlag. Es lohnt sich, bei einem Spaziergang das Bild von damals mit der heutigen Situation zu vergleichen.
(08.08.2011)

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Wassererlebnispfad Markierungsdriftblock 1 Mündung Quellbächlein und Schwemmfächer

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Wassererlebnispfad Markierungsdriftblock 3 Kerbsprung

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Wassererlebnispfad Markierungsdriftblock 4 gefasste Quelle (11082011)



Seit Ende Juni 2011 versucht ein (noch) Unbekannter den Pulheimer Bach in Glessen mit kleinen Schildchen so zusagen "umzutaufen". Errste Schildchen wurden einfach entfernt - leider wieder überklebt. Jetzt ist Schaden entstanden.

Der Unbekannte übersieht bei seinem Tun, dass der Bach seit der Entscheidung der Stadt Bergheim und der Stadt Pulheim (1964), nach dem Landeswassergesetz, den Unterhaltungsverband Pulheimer Bach zu gründen, offiziell, von der Quelle bis zur Mündung, Pulheimer Bach heißt. Insofern ist im öffentlichen Raum nur dieser Name zulässig. Die o.a. "Eigenmächtigkeit" hat die Infoschildchen durch den Kleber getrübt und so beschädigt. Dass ist öffentliche Sachbeschädigung und strafbar. Der Schaden ist inzwischen vierstellig.

Gewässerbezeichnungen: In alten Flurkarten sind Gewässer sehr oft unterschiedlich bezeichnet. Der Name wechselt von Karte zu Karte, teilweise auch von Ausgabe zu Ausgabe. Der Grund liegt zum einen in einer historisch bedingten "Kurzsichtigkeit", jeder blickt nur bis zur eigenen Ortsgrenze, zum anderen in einer sehr positiven Ortsverbundenheit. Der Effekt war aber in der Vergangenheit auch, dass Gewässer wirklich nur bis zum Ortsrand betrachtet wurden. Unterhalb der Ortslage wurden die Abwässer des Ortes eingeleitet, Gedanken über den Verbleib wurden sich nicht gemacht, Hochwasserprobleme wurden nach unten verlagert.


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Das ganze ist kein Problem, solange die Gewässerbelastungen gering sind und bis zum nächsten Ort die Schadstoffe weitgehend schon wieder abgebaut werden. Durch die zunehmende Nutzung sind die Belastungen der Gewässer, aber auch die Hochwassergefahren in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten immer mehr gewachsen. Gewässerausbau wurde erst kleinräumig, lokal durchgeführt, dann auch Gewässer übergreifend. Nur eine solche Gewässer übergreifende Betrachtung macht bei der Planung von Gewässern auch Sinn. Dies ist eine Entwicklung und Erkenntnis, die der Gesetzgeber durch die Einrichtung der Wasserverbände sehr positiv begleitet hat. In diesem Sinne macht die kleinräumige Namensgebung eines Baches von "Glessener Bach" in Glessen, "Sintherner Bach" in Sinthern, "Geyener Bach" in Geyen und nicht zuletzt "Pulheimer Bach" in Pulheim aber auch Schwierigkeiten. Die Namen stellen noch ein Symbol der nur kleinräumigen Sicht auf die Gewässer dar. So wie der Ausbau des Pulheimer Baches von Glessen bis in die Laache eine Gemeinschaftsaufgabe war, so ist auch nach heutigen Erkenntnissen die Kombination von Hochwasserschutz und Gewässerrenaturierung eine Gemeinschaftsaufgabe eines Bachverbands. Die positiven Ergebnisse der letzten Jahre lassen sich am Pulheimer Bach mit all seinen Abschnitten in den einzelnen Ortslagen erkennen. Jede der Ortslagen hat einen Vorteil von der verbesserten Gewässergestaltung, jede der Ortslagen hat auch ihren Anteil zum Gelingen beigetragen: Glessen, Sinthern, Geyen und Pulheim am gesamten Gewässerverlauf des "Pulheimer Baches". Die übergreifende Namensgebung ist ein Merkmal der gesamtheitlichen Betrachtung des Gewässers, sogar über Stadtgrenzen hinweg der beiden Städte Bergheim und Pulheim - ein herausragender Erfolg eines Gemeinschaftswerkes am Pulheimer Bach mit all seinen Facetten des Glessener, Sintherner, Geyener und Pulheimer Baches. Letzterer gab seinen Namen, um eine gesamtheitliche Betrachtung zum Wohle aller Ortslagen und aller kleinräumigen Bachabschnitte in der einzelnen Orten mit ihren eigenen Tradition.
(26.06.2011)


Glessen: Selchbach "getauft"

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Seit der 28. Kalenderwoche 2011 ist der unscheinbarfe kleine Bach, der den bebauten Nordhang in Glessen verrohrt herunterkommt einen Namen: Selchbach

Steinmetz Frank Schlehan aus Glessen hat den Namen in einen Driftblock gehauen. Der Driftblock wurde oberhalb der Bruchsteinmauer gesetzt, so dass der Name vom Gehweg aus gut zu lesen ist. Damit wurde der Anfang gemacht, im Rahmen des Projektes "Wasserachse Pulheimer Bach - Erlebnispfad", die vier Quellen in Glessen herauszustellen.
(15.07.2011)


Bergheim-Glessen: Namen der Bäche in Stein gemeißelt

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Im Zusammenhang mit der Wasserachse Pulheimer Bach - Erlebnispfad, werden die Namen der Bäche, die den Pulheimer Bach ganzjährig mit Quellwasser speisen, für die breite Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Hierzu haben die Mitarbeiter des Bachverbandes, mit Unterstützung der RWE-Power, aus dem Tagebau Garzweiler sich so genannte Driftblöcke aussuchen können. Driftblöcke sind große Steine, die Gletscher in der Eiszeit in diese Region transportiert haben. Mit dem Abschmelzen der Eismassen wurden die Steine abgesetzt. Man sieht sie häufig im Garten- und Landschaftsbau, z.B. als Brunnen oder als gestalterisches Elementin Grünanlagen.

Inzwischen hat ein Steinmetz aus Glessen den Namen des ersten kleinen Bächleins, "Selchbach", in den Driftblock gemeißelt (Bild). Der Selchbach hat seine Quelle am Nordhang der Ortslage Glessen und ist zwischen den Häusern (leider) komplett verrohrt.

Noch in der 28. Kalenderwoche wird der Stein an Ort und Stelle gesetzt, so dass nun der Name des Gewässers für alle sichtbar wird. Zug um Zug werden weitere Driftblöcke für die Gewässerbezeichnung folgen.
(14.07.2011)


Pulheim-Bergheim: Indisches Springkraut soll am Bach keine Chance haben

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Seit Anfang Juli haben die Mitarbeiter des Pulheimer Bachverbandes damit begonnen dem Indischen Springkraut an "die Wurzeln" zu gehen. Die im Himalaja beheimatete Pflanze ist als "Bauernordchidee" zunächst über Ziergärten eingeschleppt worden (Bild). Mit ihrem Schleudermechanismus fliegen ihre Samen fast sechs Meter weit. Deshalb breitet sie sich massenhaft aus und unterdrückt total, vor allem an Bächen, Flüssen und Teichen, die heimische Flora. Kein Flussufer blieb in Deutschland verschont. Deshalb ist sie für Freunde einer vielfältigen und unverfälschten heimischen Flora an Gewässern ein Dorn im Auge. Der Bachverband hat sich diesem Problem seit Jahren gewidmet. Auch Schülerinnen und Schüler der Grünen Klassenzimmer haben geholfen, um die Ausbreitung auch am Pulheimer Bach zu verhindern. Das ist noch nicht an allen Uferabschnitten gelungen. In der ersten Julihälfte, noch bevor die rosa Blüten ihre Samenstände ausbilden können, soll sie nun in einer größeren Aktion komplett entfernt werden.
Auch Bachanlieger wollen wir ermuntern zu helfen: "Einfach die rötlichen Stengel der Pflanze mit den Wurzeln herausreißen (Bild). Es genügt ein leichter Ruck. Dann die Pflanze möglichst hoch in
der Böschung ablegen, so dass die Wurzeln zuverlässig vertrocknen - das reicht", so Bachverbandsvorsteher Horst Engel.
(10.07.2011)


Pulheim/Bergheim: Driftblöcke aus dem Tagebau Garzweiler für die Namen der Bachquellen

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In Zusammenarbeit mit dem Katasteramt des Rhein-Erft-Kreises sollen die bisherigen Namen der vier Hauptquellen des Pulheimer Bachs überprüft werden. Dazu werden historische Karten ausgewertet.

Wenn die Namen verbindlich abgeleitet sind, soll ein Steinmetz aus Glessen die Namen in Driftblöcke meißeln. Der jeweilige Driftblock wird dann an entsprechender gut sichtbar Stelle aufgestellt. Damit wird für die Bevölkerung und den "Erlebnispfad Pulheimer Bach" herausgearbeitet, dass Glessen mit vier Quellen ein wirklicher Quellenort ist.
(21.06.2011)


Pulheim: 2011 - seit 120 Jahren trockenstes Frühjahr

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Das hat es seit 120 Jahren nicht mehr gegeben: Statt 200 Liter Regen auf den Quadratmeter sind nur durchschnittlich 60 Liter Regen gefallen. Das war auch eine große Bewährungsprobe für den Pulheimer Bachverband. Seit 1999 ist er Eigentümer der großen Laache. Seit 2010 wird systematisch versucht die alten Wasserverhältnisse nach der seinerzeitigen Umgestaltung im Teichkettensystem und im Bachlauf wieder so einzustellen, dass zum Beispiel der wechselfeuchte und artenreiche Auseebereich nur bei anhaltender Trockenheit trocken fällt. Das ist gelungen. Der Bachpegel zeigt an der Erzählstation 29, gegenüber dem Auseebereich, seit Wochen etwa 80 cm an (Bild). Der Ausee ist in großen Teilen trocken - nur kleine Pfützen zeigen noch an, dass dort mal Wasser stand. Verbandsvorsteher Horst Engel: " Wir können zufrieden sein. Die nächste Bewährungsprobe wird aber in den stets warmen Monaten Juli und August erwartet."
(28.05.2011)


Pulheim: Haufen Müll am renaturierten Bach entsorgt

"Das ist eine unglaubliche Sauerei", so die Mitarbeiter des Pulheimer Bachverbandes. Ein Spaziergänger hatte den Müllberg am renaturierten Bach, zwischen Bachmeisterei und B 59 N entdeckt.

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Inzwischen hat die Stadt Pulheim den Müll entsorgt. Der Bachverband hofft, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Pulheim, über eine Handynummer, die im Müll gefunden wurde, den Verursacher ermitteln zu können.
(26.01.2011)


Einladung zur Einweihung des Renaturierungsabschnittes in Bergheim-Glessen am Freitag, 18. März 2011, 12 Uhr

zur Einladung vom 26.01.2011...


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Renaturierung schafft zusätzlichen Hochwasserschutz

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Renaturierung schafft nicht nur ein natürliches Gewässer, gewinnt natürliche Reinigungskräfte zurück und wird zum wertvollen Refugium für Flora und Fauna - sie schafft durch ihre Meanderbögen auch zusätzlichen Hochwasserschutz. Gut zu beobachten am Pulheimer Bach, an der Bachfurt hinter der Bachmeisterei. Bei normalem Wasserstand kann man dort über die in der Bachfurt verlegten Trittsteine auf die kleine Insel gelangen und so die beiden Gewässerarme überqueren. Bei der aktuellen Schneeschmelze und dem sich daraus entwickelnden Hochwasser sind die Trittsteine überflutet. Der Bach kann mit seinen Meanderbögen und der größeren Breite zusätzliches Wasser aufnehmen und schadlos abführen. Alleine in dem renaturierten Bachabschnitt zwischen der Junkerburg in Geyen und der B 59N wurden so zusätzlich rund 7.500 Kubikmeter Rückhaltevolumen geschaffen. Erfreulich: Zusätzlicher Hochwasserschutz ohne Mehrkosten.
(07.01.2011)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: Finkenschwarm sonnt sich in der Januarsonne

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Aufmerksame Wanderer in der Großen Laache können ihr Gezwitscher hören: Ein Schwarm bunter Finken schwingt sich von Baumkrone zu Baumkrone, plustert sich in Richtung der ersten Januarsonne auf und lässt für den Moment den harten Winter vergessen.
(05.01.2011)


Köln und Region: Grüngürtel-Charta feierlich unterzeichnet.

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In einem würdigen Rahmen, im historischen Rathaus in Köln, wurde von allen Projektpartnern die Grüngürtel-Charta unterschrieben. Kern der Charta ist die Entwicklung eines dritten Grüngürtels um Köln. Gleichzeitig wurde dem Projektkonsortium hierzu vom Landeswirtschaftsminister Voigtsberger auch der "heißersehnte" Förderbescheid über Städtebaumittel (EFRE/Stadternerneuerung) überreicht: 13,3 Mio. EURO. Anschließend stellten sich die Projektpartner und Unterzeichner der Grüngürtel-Charte den Fotografen. Dritter v.l.: Horst Engel, in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsteher Unterhaltungsverband Pulheimer Bach - mehr: www.bachverband.de


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Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Eis und Schnee lässt auch den Graureiher leiden

In diesen Tagen sieht man den Graureiher häufig in der offenen Feldflur auf Wühlmäuse lauern. Aber nicht nur dort. In der Großen Laache sind nur noch ganz wenige Flächen eisfrei. So auch der so genannte Versickerunsgsschlitz. Hier endet der rund 9 km lange Weg des Pulheimer Bachs. Das gesamte Bachwasser - jährlich etwa 2 Millionen Kubikmeter - werden hier über die Kies- und Sandschichten dem Grundwasser zugeführt. Durch die Strömung kann dieser Bereich nicht zufrieren. Das haben haben auch die Graureiher entdeckt. Regungslos warten sie hier mit unglaublicher Geduld auf Beutefische und beim Zusehen ahnt man, wie kalt es ist. (18.12.2010)


Pulheim/Bergheim: Planungsstand Pulheimer Bach im Ausschuss vorgestellt

Dr. Reinhard Zeese und Horst Engel haben im Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Pulheim die aktuellen Planungen am Pulheimer Bach vorgestellt. Neben den Renaturierungsabschnitten stand im Mittelpunkt des Interesses auch der Erlebnispfad am Pulheimer Bach. Er wird ab Frühjahr 2011 Naturfreunde, Spaziergänger, Wanderer und Fahrradfahrer zu einem rund 9 Kilometer langen Ausflug einladen (Karte). Seine 30 Erzählstationen machen auf interessante und sehenswerte Besonderheiten am Bach und in der Landschaft aufmerksam. Ergänzend fassen Infotafeln in drei kleinen Pavillons, so genannte Ankerpunkte, wissenswerte Informationen zusammen.

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Die Ankerpunkte sind vorgesehen in Glessen, Ortsmitte, an der dortigen Bushaltestelle. In Sinthern, am Parkplatz der Gemeinschaftsgrundschule Geyen, Sinthern und Manstedten und in Pulheim, gegenüber der Pletschmühle. Erzählstationen und Ankerpunkte sind auch im Internet mit dem Handy, so genannten Smartphones abrufbar. Das erleichtert die Planung und Vorbereitung. Beispiel: Wählt man sich mit seinem Smartphone unter www.erlebnisbach.de/12 ins Internet ein, öffnet sich die Erzählstation 12, das ist in Sinthern das wertvolle Geotop, der Kalksinter.


Pulheim: Dauerregen - Große Laache - Pegel "Am alten Rhein" 74 cm über normal

Nach heftigem Dauerregen vom 12.-14.11.2010 zeigte der Pegel "Am alten Rhein" in der Großen Laache einen Wasserstand von 1,46 m an. Das sind 74 Zentimeter über normal.

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Engel: "Der höchste Wasserstand, den wir dort in diesem Jahr gemessen haben. Teilweise stand sogar der Wanderweg fast Knie tief unter Wasser (Bild). Mal sehen, ob wir dort den Weg mit Schotter etwas anheben können."


Pulheim: Rehe in der Großen Laache schätzen und schützen lernen

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Der aufmerksame Wanderer kann sie manchmal mit etwas Glück entdecken: Rehe in der Großen Laache (Bild). Sie sind aber so scheu, dass sie schnell im Dickicht des Altrheinarms untertauchen. An den gefundenen Fährten (Bild von einem Wildwechsel) kann man erkennen, dass ihre Anzahl stabil ist - eventuell sogar wächst. Nachteilig sind dabei leider frei laufende Hunde. Es besteht zwar (noch) keine Anleinpflicht. Hunde sollten aber unbedingt "bei Fuß" geführt werden, um das Jagen im Unterholz zu verhindern. Dabei hat es sich schon als segensreich erwiesen, dass der Pulheimer Bachverband im letzten Winter durch ein System von Benjeshecken den Schutz des wertvollen Naturschutzgebietes verbessern konnte. Im kommenden Winterhalbjahr wird dieser Schutz weiter verdichtet, um auch für die Rehe Verstecke zu schaffen, die im Frühjahr als "Kinderstube" entdeckt werden können.


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Der Rotary-Club Pulheim unternahm eine Radtour am Pulheimer Bach. Horst Engel erläuterte die Gewässerrenaturierung.


Pulheim und Bergheim:
Hochwasser vom 27. August 2010

Im gesamten Verbandsgebiet konnte der Pulheimer Bach das durch starke und anhaltende Niederschläge entstandene Hochwasser, wie immer, erneut schadlos abführen. Die großen renaturierten Abschnitte (gegenüber Kläranlage Glessen u. zw. Junkerburg u. B 59 N) halten dabei erhebliche Wassermengen zurück und verlangsamen dabei den Abfluss.

Die beiden HRB in Sinthern u. Bendacker sind nicht angesprungen.

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Allerdings zeigt sich am Durchlass vom Vorteich zur Großen Laache, dass der Durchlass bis an seine Grenze belastet war. Freibord nur noch ca. 20 cm. Der zunächst zu Testzwecken vor einer Woche aufgestellte Pegel am Ende des Hochwasserentlastungsgrabens hat sich schon bewährt. Erstmals können wir sagen, dass der Wasserstand dort max. 1,30 m erreicht hat. Bei diesem Wasserstand wird auch ein niedriger Teil des Spazierweges überspült.

Kein Wunder, dass dabei auch die Rohrleitung zum letzten Versickerungsteich anspringt. Dieser Teich ist inzwischen gefüllt.

Hinweis: Das Unwettertief "Cathleen" hat NRW nach Angaben des DWD einen neuen Regenrekord beschert. In Steinfurt fielen 187,5 Liter auf den Quadratmeter.


Illegale Wasserentnahme aus dem Pulheimer Bach mittels Pumpe

Rundschreiben an die Anrainer am Pulheimer Bach in Glessen, Sinthern, Geyen und Pulheim vom 19.07.2010 ...


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Pulheim:
Seit einigen Monaten haben wir es am inneren Wehr mit verstärktem Vandalismus zu tun: Es begann damit, dass zunächst die Neuanpflanzungen (Schlehen) herausgerissen und mit den Wurzeln nach oben (!) in die Sträucher gehängt wurden.

Dann wurden die niedrigen Zäune (ein Draht) zum Schutz der Neuanpflanzungen zerstört. Schließlich wurden die "Strauchwerkbarrieren", um einen Trampelpfad dauerhaft zu schließen, systematisch beseitigt. Und aktuell wurden fast alle Zaunpfähle herausgerissen und zusammen mit dem Strauchwerk im inneren Wehr verteilt (17.07.2010).


Pulheim:
Januarhochwasser 2010 am Pulheimer Bach

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Durch die Renaturierung zwischen der Junkerburg in Geyen und der B 59 N wurde das Bachbett so aufgeweitet, dass der Bach sich bei Niedrig- und Mittelwasser friedlich in Menaderbögen schlengelnd zu Tal bewegen kann; eine Augenweide für Naturliebhaber.

Bei Hochwasser, wie jetzt durch das plötzlich einsetzende Tauwetter, sogar mit Regen verbunden, kann der Bach vorbildlich und gefahrlos das breite Bachbett ausnutzen.

An einigen Stellen schwillt er auf eine Breite von über 5 m an.
Meanderbögen, Inseln, Halbinseln und Stillwasserzonen haben vorübergehnd und schadlos Land unter. So ist nicht nur Natur zurückgewonnen, sondern auch zusätzlicher Hochwasserschutz für die weiter Bach abwärts liegende Ortslage Pulheim.

Das Bild zeigt das Hochwasser an der Schmetterlingsinsel. Trittsteine der Bachfurt und eine Stillwasserzone sind schon überspühlt.


Pulheim/Glessen: Tag der offenen Tür ein Erfolg

Einige Gäste nutzten den Tag der offenen Tür in der Grabenmeisterei zu einer geführten Wanderung von Glessen nach Geyen.

Helmut Paul, stv. Verbandsvorsteher, hatte Dr. Reinhard Zeese für die Erläuterungen gewinnen können. In der Grabenmeisterei war vor allem das Edelkrebsprojekt von Interesse. Dr. Harald Groß, Leiter des Edelkrebsprojektes in NRW, hatte einige Tiere mitgebracht, so dass man sich die Krebse in Aquarien ansehen konnte. Interessante Schautafeln informierten über den Edelkrebs. Die Wiederansiedlung der Edelkrebse beginnt im Oktober2009.

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Für den Rückweg nach Glessen hatte Helmut Paul einen Planwagen organisiert.



Pulheim: Schnitzeljagd am Pulheimer Bach

Die Mitarbeiter des Unterhaltungsverbandes Pulheimer Bach zeigten Humor und erwiesen sich gleichzeitig als keine Spielverderber:

Bei ihren regelmäßigen Kontrollgängen, um leider auch Wohlstandsmüll einzusammeln, stießen sie auf diese „nette“ Tüte, die an einem rosa Bändchen in einen Strauch am Bachufer gehängt war. Die Aufschrift war eindeutige: „Kein Müll – nicht wegschmeißen – Schnitzeljagd“.

„Wir haben sie hängen lassen und vermuten, dass wir so zum Spaß der Schnitzeljagd beigetragen konnten“, so ihr Kommentar.



Bergheim/Pulheim: Wissenschaftliche Arbeit am Pulheimer Bach beginnt

Die UNI Köln beginnt mit wissenschaftlichen Projekten am Pulheimer Bach.

Im Rahmen der Kooperations- und Patenschaftsvereinbarung zwischen Pulheimer Bachverband und der UNI Köln wird ab Mitte März 2009 Dr. Oliver Bödeker mit dem Bohrfahrzeug der Universität zu Köln, Geographisches Institut, am Pulheimer Bach, im Bereich Glessen und Keuschenbroich Bohrungen vornehmen.

Erwartet werden erste Ergebnisse zum Thema Bodenabtrag.




Bergheim/Pulheim: Infotafeln erweitert

Am Zaun der Grabenmeisterei, Pulheim, In der Bachaue, geben informative Tafeln Auskunft über Besonderheiten rund um das Thema Wasser und auch die ersten Hinweise auf geplante Erzählstationen im Rahmen des Erlebnispfades entlang des Pulheimer Bachs:

Wasser als Erholungsfaktor – Große und Kleine Laache –
Feuer und Wasser – Wasser als Landschaftsgestalter –

Kalksinter und als aktuellste Tafel Informationen über das Kooperations- und Patenschaftsabkommen mit der Universität zu Köln, Geographisches Institut.

Geplant ist, dass solche Tafeln in 3-4 so genannten „Ankerpunkten“ in Glessen, Sinthern, Geyen und Pulheim Informationen für Spaziergänger, Wanderer und Besucher des Erlebnispfades geben. Über die Lage und konkrete Gestaltung dieser Ankerpunkte werden die Gremien des Verbandes, der Städte Bergheim und Pulheim und des Rhein-Erft-Kreises Mitte 2009 beraten und entscheiden. 2010 sollen sie stehen.




Brühl: Lebendiges Wasser

Zur Auftaktveranstaltung „Lebendiges Wasser – Gewässer zum Leben“ hatte die Bezirksregierung Köln nach Brühl in das Max Ernst Museum eingeladen.

In der Veranstaltung wurden die wesentlichen Ziele des Bewirtschaftungsplans sowie bedeutsame Fragen zur Umsetzung der Maßnahmen und deren Finanzierung vor dem Hintergrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie diskutiert.

Vom Bachverband nahmen teil:
Susanne Mühlenbein, Geschäftsführerin,
Helmut Paul, stv. Verbandsvorsteher und
Horst Engel,Verbandsvorsteher.



Winter 2009: tote Fische im Junkerburggraben




Bachrundverbessenrung - hier an der Mündung des Abtsmühlengrabens



Bendacker eiskalt


Kalksinther unter Eis




Ein Graureiher hungert.



80 Prozent der Eisvögel sollen verhungert sein, so Förster Thomas in einem Medienbericht vom 15.1.09.


Winter 2009


Rodelvergnügen am Bach in Glessen


Gebirgsstelze




Pulheim: Große Laache

Hinter dem Dammbalkenwehr, dass den Wasserzufluss in den Hochwasserentlastungsgraben begrenzt und von Fischen gegen die Fließrichtung nicht überwunden werden kann, wurde durch eine Grobkiesschüttung der Einstieg in eine rauhe Rampe versucht. Es wird erwartet, dass sich die Zwischenräume im Kies mit der Zeit durch Schwemmsel zusetzen, so dass auch kleine Fische aus der Hochwasserentlastung gegen die Fließrichtung den Dammbalken überwinden können.

Die Maßnahme zählt mit dazu, mit möglichst wenig Aufwand und natürlichen Mitteln, auf Dauer die Durchlässigkeit des Gewässers herzustellen.




Leck abgedichtet.




Pulheim: Große Laache – Leck in der Böschung eines Aufbereitungsteich

In der Böschung des dritten Aufbereitungsteichs hat sich ein Leck gebildet. Das Wasser tritt direkt über in den Sersickerungsgraben. Folge: Die anschließenden kleinen Teichketten und Gräben, bis hin zum letzten Teich, der über das Stahlrohr Wasser erhält, sind trocken.

Der Bachverband hat mit Sandsäcken eine Notreparatur vorgenommen.




Pulheim: Vandalen und Diebe am Pulheimer Bach

Leider musste der Bachverband zu Beginn des neuen Jahres Strafanzeige erstatten: Unbekannte Täter hatten in der neuen Bachaue zwischen B 59 n und Junkerburg Uferrandgehölze beschädigt und zwei Schilder gestohlen:
  • 1 Umweltschild mit „Eulensymbol“; es soll in der Bachaue auf den sensiblen Umgang mit Flora und Fauna hinweisen - und natürlich auch auf den seltenen Eulenbestand.
  • 1 Wegweisungsschild in den regionale2010 Farben.




Pulheim: Große Laache – Vorteich

Eisränder und ein zugefrorener Vorteich verzaubern den Vorteich zur Großen Laache zum Neujahrsbeginn 2009.




Grüße zu Weihnachten und zum neuen Jahr 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein sehr erfolgreiches Jahr 2008 geht für meinen Verband zu Ende. Niemand hätte erahnen können, was wir mit der „regionale2010 – REGIOGRÜN – Wasserachse Pulheimer Bach – Erlebnispfad“ alles anstoßen werden. Zunächst hatten wir die Renaturierung und den Erlebnispfad im Blick und konnten kaum ahnen, dass sich daraus sehr schnell ergänzende und sehr wertvolle Initiativen entwickeln werden:
Patenschaft und Kooperation mit dem Geographischen Institut der Universität zu Köln,
Grünes Klassenzimmer der GGS Sinthern-Geyen-Manstedten, der Rochus Schule in Glessen und des Geschwister Scholl Gymnasiums in Pulheim. Wobei die GGS Sinthern-Geyen-Manstedten schon zu ihrem Schulfest im November ausgezeichnete Projektergebnisse präsentieren konnte.
Die Freiwillige Feuerwehr in Geyen packte das Thema Pumpen an und begann mit Restaurierung einer großen Pumpe und des alten Spritzenhauses in Geyen.
Der Verein für Geschichte e.V. nahm zwei Führungen am Bach in seine Jahresplanung 2009 auf.

Die Medien haben ausführlich und positiv berichtet.

Für die gewährte Unterstützung und die Initiativen danke ich herzlich.

Vor uns liegt ein neues Jahr mit dem Fortgang der Renaturierung – jetzt in Glessen, gegenüber der Kläranlage.
Die planungsrechtliche Festlegung der Standorte für Erzählstationen, Ankerpunkte und Plattformen für die außerschulischen Lernstandorte wird erheblichen Abstimmungsbedarf auslösen, um eine breite Basis und Zustimmung zu finden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und
Kolleginnen und Kollegen
ein geruhsames, schönes Weihnachtsfest
und ein gesundes und erfolgreiches 2009
Ihr
gez.: Horst Engel

Medienmitteilung "Weihnachtsgrüße" als .pdf-Dokument...


Medieninfo anlässlich der Unterzeichnung der Patenschafts- und Kooperationsurkunde, 10.11.08, Universität zu Köln, Geographisches Institut

Anschreiben zur Medienmitteilung des Unterhaltungsverband Pulheimer Bach vom 12.11.08...

Medienmitteilung des Unterhaltungsverband Pulheimer Bach vom 12.11.08...


Urkunde zwischen dem Bachverband und der Universität zu Köln



v. l.: am Tisch, Prof. Schneider, Horst Engel, Helmut Paul, Dr. Morisse 2. Reihe v. l.: Dr. Zeese, Prof. Braun, und daneben und dahinter Mitglieder der Verbandsversammlung



v. l.: Prof. Schneider und Horst Engel



Unterhaltungsverband Pulheimer Bach
In der Bachaue
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
Fax.: (02238) 808345
Sprechzeiten:
montags von 10 - 12 Uhr
Grabenmeisterei:
In der Bachaue
(zwischen Geyen und Pulheim)
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
Fax.: (02238) 808345