27.05.2017
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seltene Pflanzen und Tiere

Pulheim/Rhein-Erftkreis:
An der niederländischen Grenze hatte das etwa 2 Wochen alte Eisvogelmännchen ein schlimmes Erlebnis: Es prallte im Flug gegen die durchsichtige Glasscheibe eines Gartenpavillons und erlitt ein Schädeltrauma - am Anfang verbunden mit einer leichten Schiefstellung des Kopfes. Die besorgten Hauseigentümer hatten zunächst versucht, den seltenen und geschützten Vogel selber zu pflegen. Sie mussten aber schnell erkennen, dass hier Spezialwissen nötig ist. Über das Internet stießen sie auf die Homepage von Rolf Thiemann, Naturschutzberater aus Bedburg (www.naturschutzberater.de). Thiemann setzt sich seit Jahren in der Region zwischen Rhein und Erft auch erfolgreich für den Eisvogel ein.Thiemann nahm den verletzten Eisvogel in Obhut seiner großen Voliere auf. Es gelang ihm den Eisvogel über 3 Wochen nicht nur gesund zu pflegen. Er schaffte es auch, dem Vogel erfolgreich das Jagen und Tauchen nach kleinen Fischen in einem Wasserbecken beizubringen. Dann nahm Thiemann den Kontakt zum Pulheimer Bachverband auf. Verbandsvorsteher Horst Engel empfahl den Eisvogel in der Großen Laache auszusetzen. "Fremdes Blut kann die Eisvogelpopulation in den Bachauen des Pulheimer Bachs stärken", so Engel. Rolf Thiemann stimmte zu.

So traf man sich an der Großen Laache. Vorsichtig wurde das Tier mit der Hand aus dem Käfig gehoben. Thiemann und Engel vermuteten, dass der Eisvogel sofort in die Freiheit fliegen würde.

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Es kam zunächst anders. Der Vogel, auf der Hand von Horst Engel sitzend, schaute sich erst einmal die neue Umgebung an (Bild). So ergaben sich einzigartige Augenblicke, die im Bild festgehalten werden konnten. Als sich Engel dann so drehte, dass der Wind den Eisvogel von vorne erfasste, dauerte es nur noch Augenblicke bis er sich zu einem ersten Rundflug aufmachte. Einen Zwischenhalt legte er oben im Geäst einer Bruchweide ein und beobachtete aufmerksam die unter ihm liegende Wasserfläche des Pulheimer Bachs. Dann wechselte er in die unterste Astetage und peilte die vielen kleinen Jungfische, die an der Wasseroberfläche zu sehen waren. "Das sieht ja richtig gut aus", wird er wohl gedacht haben. Und richtig: Einen Augenblick später nahm er dann pfeilschnell und dicht über der Wasserfläche fliegend, die ersten Sondierungsrunden nach Beute auf. Dabei zeigte er auch seine strahlend blauen Rückenfedern, die ihm den Namen "fliegender Edelstein" einbrachten. Ende gut - Auswilderung gut.

Mehr: www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de
(24.06.2012)


Glessen: Orchideen

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Am Rande des Erlebnispfades, im Bereich der Glessener Höhe, kann man diesen seltenen Orchideenfund bestaunen - aber bitte mehr nicht.
Diese seltene Pflanze steht unter Naturschutz.
(16.06.2012)


Pulheim: Seltener Wiesenstorchenschnabel schützen

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Am Rand des Spazierweges rund um die Große Laache, genau gegenüber der großen Informationstafel, Höhe Auseebereich, hat sich seit einigen Jahren der seltene Wiesenstorchenschnabel angesiedelt (Geranium pratense). Derzeit kann man sich an seinen schönen blauen Blüten erfreuen (Bild). Um ihn besser zu schützen haben die Mitarbeiter des Bachverbandes große Driftblöcke ausgelegt, damit dort nicht gemäht wird. Driftblöcke sind große Steine, die Gletscher in der letzten Eiszeit in unserer Region transportiert und abgesetzt haben und die der Verband durch seine guten Kontakte zum Braunkohletagebau aus dem Tagebau Garzweiler bekommt. Jetzt ist die Absicht den dortigen Kurvenbereich um etwa einen Meter zur Böschung hin zu verlegen und durch weitere Driftblöcke den Bestand noch besser zu schützen. Gleichzeitig sollen die Brennesseln entfernt werden. "Eventuell kommt auch der frühere Bestand an Flockenblumen zurück," so Verbandsvorsteher Horst Engel. An Wanderer und Spaziergänger geht der Apell, keine Blüten für die Vase mitzunehmen.
(08.07.2011)


Pulheim: Seltende Groppe im Bachabschnitt Bachmeisterei entdeckt

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Das war schon eine Überraschung. Schülerinnen und Schüler der 9d des Abtei Gymnasiums in Brauweiler hatten einen seltenen Fang gemacht: Sie hatten in ihrer Bestimmungsschale, neben den Larven von Prachlibellen und Stichlingen, auch eine junge Groppe entdeckt. Herr Ottmar Hartwig vom Umweltbus Lumbricus machte sie darauf aufmerksam. Groppen sind eigentlich in sauberen Forellenbächen, mit sandigen-kiesigen Untergrund, auch in kühlen Bergseen heimisch. Sie sind sehr selten. Die Groppe oder Koppe zählt zu den gefährdeten Fischarten der Forellenregion. Die Groppe wird bis etwa 15 cm groß. Laichzeit Februar-Mai. Die von Weibchen in Klumpen abgesetzten orangefarbenen Eier werden bis zum Schlüpfen der Larven vom Männchen bewacht und durch Fächeln mit den Brustflossen mit Frischwasser versorgt. Im Bild ist die junge Groppe zwischen dem Stichling (links) und den Larven der Prachtlibellen (oben) zu sehen. Der Fund bestätigt erneut und eindrucksvoll, wie sich der Pulheimer zum Positiven entwickelt.
(18.05.2011)


Pulheim: Nilgänse in der Großen Laache erstmals mit Nachwuchs

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Noch nie haben Nilgänse in der Großen Laache gebrütet. Anders im sehr warmen Frühjahr 2011: Drei Gänse haben ihr Brutgeschäft erfolgreich abgeschlossen. In der Abendsonnen zeigen sich die Nilgänse jetzt mit ihrem Nachwuchs. Eine Nilgans führt im flachen Wasser des Auseebereich ihre dreizehn Jungen aus.
(11.05.2011)


Pulheim: Große Laache Vierender bestätigt stabile Rehfamilie

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Eher zufällig konnte ein einzelner Rehbock im inneren Bereich der Großen Laache, im Bereich der Teichketten beobachtet werden. Größter Feind der dortigen Rehe sind nicht angeleinte und streunende Hunde.
(28.04.2011)


Pulheim: Graureiher auf Froschjagd in der Großen Laache

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Eigentlich ist der Graureiher auf Wühlmäuse spezialisiert. Ihnen stellt er ganzjährig in der freien Feldflur nach. Jetzt, nach dem langen und harten Winter, ist allerdings der Tisch im Feuchtgebiet Große Laache reich gedeckt. Vor allem Frösche und Kröten lassen sich derzeit bei ihrem Froschkonzert durch nichts übertreffen. Für Wanderer und Spaziergänger ein interessantes Schauspiel. Da kann es dem einen oder anderen Frosch aber schon mal schlecht ergehen. Der Graureiher sitzt auf der Lauer und pickt sich mit etwas Glück eine saftige Beute frisch aus dem fröhlichen Gequake. Allerdings muss man etwas Glück haben, um diesen Beutezug vor die Linse zu bekommen.
(26.04.2011)


Pulheim: Seltene Wachholderdrossel am Pulheimer Bach

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Bei der abendlichen Futtersuche wurde dieser seltene Gast auf der Schulwiese der Gemeinschaftsgrundschule in Sinthern gesichtet. Es ist die "bunteste" aller Drosselarten mit grauem Kopf, rostbraunem Rücken, grauem Bürzel und schwarzem, auffallend langem Schwanz. Sie liebt baumbestandene Bachufer und mit Feldgehölzen durchsetzte Agrarlandschaften. Durch schnackernde Rufe und Fluggesang macht sie auf sich aufmerksam. Beim "Hassen" auf Krähenvögel werden nicht nur vehemente Sturzflüge geflogen, sonden auch Kotspritzer eingesetzt. Die Wachholderdrossel brütet in kleinen Kolonien. Ein weiteres und wertvolles Zeichen für die gelungene Bachrenaturierung.
(22.04.2011)


Pulheim: Igel schon aus dem Winterschlaf erwacht

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Trotz morgendlicher Minusgrade konnte der erste Igel am renaturierten Bach zwischen Geyen und B 59 N entdeckt werden. Das offensichtlich noch junge Tier hatte den Winter gut überstanden und machte sich genüsslich über die frischen Pflanzentriebe auf der Bachböschung her. Ein erfreuliches Zeichen. Es zeigt, dass sich seit der Renaturierung im Jahr 2008 auch Reisighaufen, viel Welklaub und Gebüsch bilden konnte, das dem Igel einen guten Unterschlupf zur Überwinterung bietet. Inzwischen haben die jungen Baumgruppen von Schwarzerlen und Weiden sogar schon eine dichte und Höhe erreicht, dass die gewünschte Schattenwirkung auf das Gewässer erreicht ist. Damit die stärkeren Pflanzen sich noch besser entwickeln können, haben die Mitarbeiter des Bachverbandes in einigen Gehölzbereich aufasten und auslichten müssen.
(03.03.2011)


Bergheim-Glessen: Schwarzspecht im Naturschutz- und Quellgebiet Liebesallee heimisch

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Man bekommt ihn nur mit viel Geduld vor das Teleobjektiv: Den größten europäischen Specht, den Schwarzspecht. Er hat Krähengröße und ein tief schwarzes Gefieder. Sein besonderes Kennzeichen ist der rote Schopf. Bei so einer Größe ist es klar, dass er seine Nisthöhlen nur in alte Bäume mit einem Stammdurchmesser von mindestens 45 Zentimeter hackt. Seine Anwesenheit im Auenwald des Naturschutz- und Hauptquellgebietes des Pulheimer Baches, der "Liebesallee", in Bergheim-Glessen, ist auch ein Hinweis auf ein intaktes und wertvolles Biotop, das es weiter zu schützen gilt.


Pulheim-Orr: Halsbandsittiche im Landschaftsgarten Orr

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Etwa zwanzig Halsbandsittiche (Psittacula krameri), auch kleiner Alexandersittich genannt, haben seit einigen Jahren den alten Baumbestand im Landschaftsgarten Orr, an der Kleinen Laache, für sich entdeckt. Besonders die uralten und riesigen Platanen haben es ihnen angetan. Wegen der großen Astlöcher, meist vom Specht zu komfortablen Nisthöhle ausgebaut, scheint die Platane dort ihr Lieblingsbaum zu sein. Bemerkenswert ist, dass ihnen auch der dritte harte Winter in Folge nichts anhaben konnte, denn ihre ursprüngliche Heimat sind Afrika und Asien. Die putzmunteren Neubürger (Neozon) nutzen schon im kalten Januar die ersten Sonnenstrahlen und inspizieren die Asthöhlen. Auf ihren Streifzügen sieht man sie auch im Naturschutzgebiet der Großen Laache, ein Altrheinarm, das Mündungs- und Versickerungsgebiet des Pulheimer Baches. Da es dort keine Platanen gibt, haben sie es besonders auf die Astlöcher großer Eschen abgesehen. Aber auch in den Hausgärten am Sportzentrum in Pulheim sind die hellgrünen Gesellen häufig als Gast zu sehen. Weitere Populationen findet man in Köln. in der Flora und auf dem Friedhof Melaten.
(29.01.2011)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: Halsbandsittiche schon mit dem Aussuchen ihrer Nisthöhlen beschäftigt

Halsbandsittiche, eine aus Afrika und Asien eingewanderte Papageienart (Neozoon), haben längst auch den "Alten Rhein", die Laache erobert. Der dritte harte Winter in Folge scheint ihnen nicht zu schaden. Eine starke Population lebt zum Beispiel im Park rund um Haus Orr, an der Kleinen Laache. Dort gibt es einen sehr alten und wertvollen Bestand an riesigen Platanen mit vielen Astlöchern. Die Platane ist der klassische "Schlaf- und Nistbaum" für den grünen Edelpapagei. Wenn keine Platane verfügbar aber sonst das Areal passt, wie zum Beispiel der alte Baumbestand in der Großen Laache, wählt der Halsbandsittich auch gerne die Esche. Findet er in luftiger Höhe eine geeignete Höhle, zum Beispiel von einem Specht, dann ist er in der Lage, mit seinem stabilen und scharfen Schnabel, diese so zu erweitern, bis sie für sein Brutgeschäft passt.

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Trotzdem ist überraschend, dass man schon unmittelbar nach der Eis- und Schneeschmelze die hellgrünen Papageien dabei beobachten kann, wie sie große Astlöcher nach geeigneten Bruthöhlen inspizieren. Dabei versucht das Männchen, durch seinen Halsring gut vom Weibchen zu unterscheiden, eifrig für "seine" Bruthöhle zu werben. In der Großen Laache scheint sich unser Pärchen (Bild) mit der Wahl schon einig zu sein: Während das Männchen draußen wacht, inspiziert das Weibchen die Bruthöhle. Es wird übrigens kein klassisches Nestmaterial hineingetragen. Allenfalls Holzspäne dienen einer leichten Polsterung der Brutmulde. Im Februar/März beginnt dann für das Weibchen das Brutgeschäft. 28 Tage wird es das Gelege nicht verlassen und wird vom Männchen mit Futter versorgt. Halsbandsittiche sind Vegetarier. Beeren, Samen, Körner und frisches Grün sind im Naturschutzgebiet im Überfluss vorhanden. Nach vier anstrengenden Wochen schlüpfen meist bis zu vier Jungvögel. In kleinen Schwärmen sind sie dann auch in dem einen oder anderen Hausgarten in Pulheim zu beobachten.
(09.01.2011)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: Silberreiher am Pulheimer Bach

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Der Graureiher, ein heimischer Gast am Pulheimer Bach, hat jetzt einen eher noch seltenen Besuch eines Artgenossen in weißem Federkleid bekommen. Dabei war er in der von Schnee bedeckten Bachaue nur schwer zu entdecken. Doch Wolfgang Erler aus Geyen hatte Fotografen-Glück. Er bekam den weißen Vogel vor sein Teleobjektiv. Dann stellte sich heraus, dass er einen wirklichen Treffer gelandet hatte: Der erste Silberreiher am Pulheimer Bach. Der grazile Vogel wirkt eher exotisch, wie aus dem Zoo ausgebüxt. Aber mitnichten. Vor wenigen Jahren war die Entdeckung eines Silberreihers in unserer Region eine Sensation. Am Pulheimer Bach allemal. Sein Eldorado ist der Neusiedler See im Burgenland. Inzwischen lassen sich die Silberreiher auch in Deutschland an verschiedenen Standorten beobachten - zum Beispiel am Steinhuder Meer. Die weißen Schreitvögel sind nicht kälteempfindlich und auch bei frostigen Temperaturen an Fließgewässern zu beobachten, wenn sie dort Fische fangen können. So wie am Pulheimer Bach. Allerdings, so Naturbeobachter, gibt es für Deutschland noch keinen Brutnachweis. Das ist aber wohl nur noch eine Frage der Zeit.


15.11.2010: Im Teichkettensystem der Großen Laache lebende Teichmuschel entdeckt

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Pulheim: Rehe in der Großen Laache

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Am 2. Oktober und am 23. Oktober 2010 wurden im inneren Bereich der Teichketten erstmals Rehe beobachtet (Capreolus capreolus); bislang aber nur Ricken. Deutlich auch ihre Trittsiegel, die wegen ihrer steigenden Anzahl auf einen Wildwechsel hindeuten. Das Trittsiegel ist etwa 4,5 cm lang und ca. 3 cm breit. Der Bachverband macht darauf aufmerksam, dass Rehe im Naturschutzgebiet der Großen Laache ein gutes Zeichen sind. Offenbar zahlt es sich aus, dass der Bachverband im Winter 2009/2010 damit begonnen hat Trampelpfade und den beliebigen Zugang vom Wegenetz mit Benjeshecken zu schließen. Diese Arbeiten werden im Winter 2010/2011 fortgesetzt.


Pulheim - Große Laache: Naturschutzgebiet schätzen und schützen lernen

Die Zahl der Hundeführer auf dem Waldweg durch die Große Lache hat deutlich zugenommen. Die meisten Hunde sind nicht angeleint und jagen durchs Unterholz. Neuerdings tauchen auch so genannte "mobile Hundeschulen" auf. Eine Plage. Am Wegrand wird das Unterholz zertrampelt und im Bereich des Ausee werden laufend "Stöckchen" für die Hunde aus dem Gehölz gebrochen. Wenn sich das nicht ändert, muss man prüfen, ob der Waldweg für Hunde gesperrt werden kann.

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Und das unmittelbar nach erfolgreichen Maßnahmen, die zu einer leichten Beruhigung geführt haben. Denn die 2009 aufgeschütteten Benjeshecken haben dazu geführt, dass wieder häufiger Rehe in der Großen Laache beobachtet werden können. Es hat sich sogar ein richtiger Wildwechsel gebildet. Frei laufende Hunde zerstören diese Bemühungen. Das kann nicht geduldet werden.


Pulheim: Große Laache - Pilze schießen aus dem Boden

Das feucht warme Wetter lässt alljährlich Pilze aus dem Boden schießen. Im Naturschutzgebiet Große Laache, einer etwa 18.000 Jahre alten Altrheinschlinge, kann man sie jetzt beobachten.

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Dabei ist die "Bauchweh-Koralle" (Bild) schon eine optische Besonderheit. Sie sieht aus wie eine hübsche Koralle und zählt zu den so genannten Korallenpilzen. Ihr Fruchtfleisch duftet nach Maggiwürze ist aber giftig. Es verursacht heftige Magen-Darm-Beschwerden. Die Bauchweh-Koralle gedeiht besonders gut im wertvollen Laubwald der Altrheinschlinge.

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Der Gewimperte-Erdstern (Bild) ist der häufigste Vertreter der hübschen und seltenen Gattung der Erdsterne. Seine Außenhülle springt zur Reifezeit in sieben bis acht sternförmig angeordnete Lappen auf. Erst dann kann man sie am Erdboden zuverlässig entdecken, da sie sonst stiellos und von kleiner kugeliger Gestalt leicht übersehen werden können. Der Gewimperte-Erdstern ist kein Speisepilz. Beide Aufnahmen wurden übrigens direkt neben dem Waldweg durch die Große Laache gemacht. Leider liegen derzeit dort viele, mutwillig zerstörte Pilze auf dem Boden. So auch der völlig zertrampelte Riesenbobist (Bild).

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Deshalb appelliert der Bachverband an die Spaziergänger die Natur zu schätzen und zu schützen.


Pulheim: Seltene Seekanne eingewandert

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Über 1,50 m tiefe Gewässer werden von der Seekanne selten besiedelt. Ihre Samen sind schwimmfähig, werden aber auch im Gefieder von Wasservögeln verbreitet. Vermutlich ist sie so, zum Beispiel über das Gefieder der Stockenten, in den Pulheimer Bach eingewandert und hat eine Stillwasserzone im renaturierten Bachabschnitt zwischen der Junkerburg in Geyen und der B 59 N in Besitz genommen.

Sie wird leicht mit Seerosen verwechselt. Ihre Blätter haben aber nur eine Länge von maximal 8 Zentimetern. Ihre Blüten öffenen sich in der Sonne goldgelb und haben einen Durchmesser von etwa 3 Zentimetern. Die bärtigen Wimpern am Rande der Kronenblätter sollen die Schauwirkung auf Insekten erhöhen. Das dies gelingt, zeigt auch ein Männchen der Gebänderten-Prachtlibelle, das sich auf der Blüte niedergelassen hat.


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Große Laache: Schmetterling Walbrettspiel (am 08. August 2010)


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Gartenschläfer in der Großen Laache entdeckt

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Der Gartenschläfer aus der Familie der Bilche (Schläfer oder Schlafmäuse) ist ein Verwandter der Hörnchen und im Bestand das am stärksten in Europa zurückgegangene Nagetier.

Um so erfreulicher war es den nur etwa 10 cm großen, nachtaktiven Nager im alten Laubwald am oberen Prallhang der Großen Laache zu entdecken. Er scheint das Revier mit den sandigen und steinigen Ufern des Pulheimer Sees und dem alten Laubwaldbestand in der Große Laache für sich entdeckt zu haben.

Sie verbringen den Tag gerne in kugelförmigen Nestern, in Baumhöhlen und gerne in Nistkästen oder wie das Bild zeigt in einem im Gebüsch liegenden Rest eines Rasengittersteins. Gartenschläfer sind Allesfresser. Die Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, Schnecken sowie Früchten.

Die Fortpflanzung findet von Mai bis Juli statt. Die Würfe umfassen 1-9, meist 4-6 Junge.


Glessen:
Eisiger Januar 2010 - warme Bachquellen

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Rotkehlchen nutzen die stets deutlich wärmeren Quellschüttungen im Quellgebiet Liebesallee zum Trinken und für den Gefiederputz.

So von Dr. Zeese beim Vermessen der Quellen für den Erlebnispfad beobachtet und ganz nebenbei mit Foto festgehalten.



Pulheim: Graureiher auf eisigen Abwegen?

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Früher hieß er Fischreiher. Als man aber feststellte, dass dieser stattliche Großvogel, mit über 90 cm Kopfhöhe, außerhalb seiner Brutzeit, Ende Februar Anfang März, seinen Nahrungsbedarf vor allem durch den Fang von Wühlmäusen deckte, hatte er seinen Namen weg: Graureiher.

Auf dem Bild ist schön zu sehen, wie er auf einem Feld neben der Großen Laache, die nicht völlig zugefroren ist, unbeweglich vor einem Bau einer Wühlmaus lauert.

Ob er am Ende kalte Füße bekam und wieder in die etwas wärmeren Offenwasserstellen der Teiche in der Großen Laache wechselte, oder ob er die Wühlmaus schnappen konnte, schwer zu sagen.



Mandarinente am Pulheimer Bach

Seit Monaten hält sich ein Weibchen der Mandarinente am Pulheimer Bach auf.
Es ist vermutlich aus einem Park entwichen.
Die Männchen haben ein buntes Federkleid in orange und rot.




Geyen: Brautente am Pulheimer Bach (?)

Seit Monaten wird eine schwer zu bestimmende Ente im renaturierten Bachabschnitt gesichtet. Der große Augenring und Lidstrich deuten auf ein Weibchen der Brautente hin (Aix sponsa).

Beim Kopfbild kann man den dunklen Nagel an der Schnabelspitze erkennen.

Das passt. Im Schwanzbereich sieht man eine leicht angedeutete Streifenstruktur. Auch das passt.

Ein Rest Unsicherheit bleibt aber, da das Weibchen der Mandarinente (Aix galericulata) beinahe zum Verwechseln ähnlich aussieht. Allerdings sind Augenring und Lidstrich feiner ausgebildet.





Artenvielfalt nimmt zu

Teichmuschel und Wasserschlauch haben sich in den Stillwasserzonen längs des renaturierten Abschnitts zwischen B 59 N und Junkerburg angesiedelt.




Köcherfliegenlarven fast unter jedem dritten Stein

Wenige Wochen nach der Einweihung des ersten renaturierten Bachabschnittes zwischen der Junkerburg in Geyen und der B 59 vor Pulheim hat die Natur Besitz vom „Naturbach“ ergriffen: Fast unter jedem dritten Stein konnten Köcherfliegenlarven gefunden werden. Hier eine Makroaufnahme mit dem Fangnetz einer Köcherfliegenlarve, die kurz zuvor ihren Köcher aus kleinen Steinchen verlassen hatte. Deutlich sind an den Netzrändern, dort wo der feine Wasserfilm schon abgetrocknet ist, die beinahe rechtwinkeligen Netzstrukturen zu sehen. Natürlich wurde der
Stein nach der Aufnahme sofort wieder in den Bach zurückgelegt.




Schmetterling, noch nicht bestimmt (aufgenommen am Bendacker)







Blutströpfchen (Zagaene filipendualae)



Mauerfuchs







Bläuling (Männchen)



Wespenfliegen




Ockergelber Dickkopffalter



Tagpfauenauge




Hummel



Essigblüte und Insekten





Sinthern/Glessen: Strudelwürmer

Strudelwürmer „Turbellaria“, sind in einem größeren Vorkommen im kalten und sehr sauberen Quellbach der Keuschenbroichquelle zu finden. Wegen des ausgeprägten dreieckigen Kopfes, mit seitlich beweglichen Öhrchen und 2 Augen, vermutlich die seltenere Art Dugesia gonocephala, Familie Planariidae.

Man muss nur mit etwas Geduld den Bachgrund sorgfältig beobachten, dann findet man die Strudelwürmer (bräunlich bis schwarz, ca. 25 mm lang) langsam über den Grund kriechen.






Pulheim: Nilgans auf Stippvisite an den Bendackerteichen.

Am 10. April 2008 wurde ein Pärchen der Nilgans an den Bendackerteichen gesichtet.

Vorkommen: In England seit 200 Jahren eingebürgert, in Holland seit 1969 wildlebend; deutliche Zunahme, vor allem am Niederrhein, aber immer noch nur vereinzelt.

Die Nilgans, lateinischer Name Alopochen aegyptiacus, ist eine der verbreitesten Wasservögel Afrikas. Die Erstansiedlung in Europa erfolgte mit menschlicher Hilfe; seither breitet sich die Art aus.



Rote Pestwurz (Unterlauf und Laache)



Wassersellerie (Abtsmühlengraben)



Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Vorkommen Quellgebiet Liebesalle; steht in NRW auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten.



Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium). Vorkommen Quellgebiet Liebesallee.

In NRW und der Niederrheinischen Bucht zwar als ungefährdet angegeben – im Rhein-Erft-Kreis wahrscheinlich einziges Vorkommen laut Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen.





Bergheim-Glessen:
Im Hauptquellgebiet Liebesalle findet sich der seltene Grüne Nieswurz-Helleborus viridis.

Bei der Grünen Nestwurz handelt es sich um eine Rote-Liste-Art der Gefährdungsstufe 3 (= gefährdet). Sie ist insgesamt im Rhein-Erft-Kreis sehr selten und daher auf jeden Fall ein besonderer Fund.



Zum Vergleich: Christrose im Blumenhandel




Unterhaltungsverband Pulheimer Bach
In der Bachaue
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
Fax.: (02238) 808345
Sprechzeiten:
montags von 10 - 12 Uhr
Grabenmeisterei:
In der Bachaue
(zwischen Geyen und Pulheim)
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
Fax.: (02238) 808345